arrow-checkShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapedocumentShapefacebookFill 1PathShapeShapeShapeShapelinkedinShapeShapeShapeShapeShapesentShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapeShapetwitteruploadShape
(030) 220 128 830
Jetzt Anfragen

Kombinationsleistung

Neben der Variante das Pflegegeld oder die Pflegesachleistung separat zu beziehen, besteht ebenfalls die Möglichkeit beides miteinander zu kombinieren. Auf diese Weise ist es möglich die Vorteile beider Leistungen zusammenzuführen. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn der Betrag der Pflegesachleistung nicht vollständig genutzt wird. Oder wenn die hilfe- und pflegebedürftige Person bestimmte Pflegehandlungen lieber von einer professionellen Pflegeperson durchführen lassen möchte.
Der Anteil der Kombinationsleistung an dem gesamten Leistungsspektrum der Pflegeversicherung lag 2014 bei 15,1%, was die zweit häufigste ambulante Leistung der Pflegeversicherung darstellt. (Bundesministerium für Gesundheit, 2016). Zusätzlich zu einem ambulanten Pflegedienst wird die häusliche Pflege durch eine selbst beschafften Pflegeperson sichergestellt.

Leistungsinhalt

Die Kombinationsleistung bezieht sich bis zum 31.12.2016 auf:

  • die Grundpflege, z.B. die Körperpflege, die Ernährung, die Ausscheidung
  • und die hauswirtschaftliche Versorgung, z.B. das Kochen, die Wohnungsreinigung.

Ab dem 01.01.2017 umfasst die Kombinationsleistung dann:

  • die körperbezogenen Pflegemaßnahmen, z.B. die Körperpflege, die Ernährung, die Ausscheidung
  • die pflegerischen Betreuungsmaßnahmen, z.B. Aktivierungsangebote für demenziell erkrankte Menschen oder Unterstützungsangebote in Gefährdungssituationen
  • sowie die Hilfen bei der Haushaltsführung, z.B. das Kochen, die Wohnungsreinigung, aber auch die Nutzung von Dienstleistungen, finanzielle oder behördliche Angelegenheiten.

Darüber hinaus spielt die Anleitung und Schulung eine größere Rolle.

Anspruchsvoraussetzungen

Anspruchsberechtigt sind alle hilfe- und pflegebedürftigen Personen im Sinne der Pflegeversicherung (§§ 14, 15 bzw. bis 31.12.2016 § 45a SGB XI), die in der Häuslichkeit gepflegt werden und eine Pflegestufe (bis 31.12.2016) bzw. mindestens einen Pflegegrad 2 (ab 01.01.2017) haben. Der Umfang der Leistung richtet sich nach dem jeweiligen Schweregrad.

Leistungsumfang

Für den Fall, dass neben dem Pflegegeld auch Pflegesachleistungen in Anspruch genommen werden, verringert sich der Betrag des Pflegegelds prozentual um den Anteil, den die Pflegesachleistung in Anspruch genommen wird. Daraus ergibt sich beispielsweise bei einer exakt geteilten Nutzung (50%) folgender Leistungsumfang:

Pflegegeld

Pflegestufe (bis 31.12.2016) Betrag für Leistungen in Euro Pflegegrad (ab 01.01.2017) Betrag für Leistungen in Euro
„Pflegestufe 0“ 61,50 € - -
Pflegestufe 1 122,00 € Pflegegrad 2 158,00 €
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 158,00 € Pflegegrad 2 158,00 €
Pflegestufe 2 229,00 € Pflegegrad 3 272,50 €
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 272,50 € Pflegegrad 3 272,50 €
Pflegestufe 3 364,00 € Pflegegrad 4 364,00 €
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 364,00 € Pflegegrad 4 364,00 €
Pflegestufe 3+ 364,00 € Pflegegrad 5 450,50 €
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 364,00 € Pflegegrad 5 450,50 €

Pflegesachleistung

Pflegestufe (bis 31.12.2016) Betrag für Leistungen in Euro Pflegegrad (ab 01.01.2017) Betrag für Leistungen in Euro
„Pflegestufe 0“ 115,50 € Pflegegrad 1 -
Pflegestufe 1 234,00 € Pflegegrad 2 344,50 €
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 344,50 € Pflegegrad 2 344,50 €
Pflegestufe 2 572,00 € Pflegegrad 3 649,00 €
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 649,00 € Pflegegrad 3 649,00 €
Pflegestufe 3 806,00 € Pflegegrad 4 806,00 €
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 806,00 € Pflegegrad 4 806,00 €
Pflegestufe 3+ 997,50 € Pflegegrad 5 997,50 €
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 997,50 € Pflegegrad 5 997,50 €

Einschränkungen

Werden die Beträge der Pflegesachleistung der des Pflegegelds überschritten, muss die betroffene Person die Differenz selbst tragen. Dies ist dem „Teilkaskoprinzip“ der Pflegeversicherung geschuldet. Im Fall der Pflegesachleistung ist es jedoch möglich, dass die Sozialhilfe (§ 61 ff. SGB XII) die zusätzlichen Kosten für die Pflegesachleistung übernimmt.

Beratungsbesuche

Anders als beim alleinigen Bezug von Pflegegeld entfallen die verpflichtenden Beratungseinsätze, da der Bedarf an Anleitung und Schulung im Rahmen der Pflegesachleistung durch die kontinuierliche Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst sichergestellt ist.

Verhältnis zur Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege

Grundsätzlich kann das Pflegegeld auch im Rahmen der Kombinationsleistung nur solange bezogen werden, wie auch die pflegerische Versorgung in der Häuslichkeit sichergestellt ist. Während der tageweisen Verhinderungspflege und der Kurzzeitpflege wird das Pflegegeld jedoch für 6 Wochen (tageweise Verhinderungspflege) bzw. 8 Wochen (Kurzzeitpflege) weiterbezahlt.

Haben Sie Fragen zur Kombinationsleistung?

Ihre Anliegen und Wünsche sind uns wichtig!
Wir beraten Sie gerne zu Ihrem Anspruch.

Christian Hener
Careship Pflegeexperte
(030) 220 128 830
Wir rufen Sie zurück!
Jetzt Rückruf vereinbaren