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Pflegegeld

Die Leistungen der Pflegeversicherung ermöglichen hilfe- und pflegebedürftigen Menschen eine gewisse Wahlfreiheit was die Versorgungsform betrifft, so dass sie selbst entscheiden können was ihnen am meisten zusagt. Wer keinen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nehmen möchte kann die häusliche Pflege durch eine selbst organisierte Pflegeperson sicherstellen.
Dies kann z.B. ein Familienangehöriger, ein Nachbar oder ein Ehrenamtlicher sein. Das Pflegegeld kann von der hilfe- und pflegebedürftigen Person frei verwendet werden. In diesem Rahmen kann es als Form der finanziellen Zuwendung an die Pflegeperson weitergegeben werden.
Im Jahr 2014 betrug der Anteil des Pflegegeldes an dem gesamten Leistungsspektrum der Pflegeversicherung 45,1%, was relativ hoch ist (Bundesministerium für Gesundheit, 2016). Die Leistungserbringung erfolgt durch selbst beschaffte Pflegepersonen.

Leistungsinhalt

Um Pflegegeld erhalten zu können muss gewährleistet sein, dass durch die selbst organisierte Pflegeperson der gesamte Hilfe- und Pflegebedarf der betroffenen Person abgedeckt ist.

Dazu gehört bis 31.12.2016

  • die Grundpflege, z.B. die Körperpflege, die Ernährung, die Ausscheidung
  • und die hauswirtschaftliche Versorgung, z.B. das Kochen, die Wohnungsreinigung. Ab 01.01.2017 zählt hierzu
  • die körperbezogenen Pflegemaßnahmen, z.B. die Körperpflege, die Ernährung, die Ausscheidung
  • die pflegerischen Betreuungsmaßnahmen, z.B. Aktivierungsangebote für demenziell erkrankte Menschen oder Unterstützungsangebote in Gefährdungssituationen
  • sowie die Hilfen bei der Haushaltsführung, z.B. das Kochen, die Wohnungsreinigung, aber auch die Nutzung von Dienstleistungen, finanzielle oder behördliche Angelegenheiten.

Anspruchsvoraussetzungen

Anspruchsberechtigt sind alle hilfe- und pflegebedürftigen Personen im Sinne der Pflegeversicherung (§§ 14, 15 bzw. bis 31.12.2016 § 45a SGB XI), die in der Häuslichkeit gepflegt werden und eine Pflegestufe (bis 31.12.2016) bzw. mindestens einen Pflegegrad 2 (ab 01.01.2017) haben. Der Umfang der Leistung richtet sich nach dem jeweiligen Schweregrad der Hilfe- und Pflegebedürftigkeit.

Leistungsumfang

Pflegestufe (bis 31.12.2016) Betrag für Leistungen in Euro Pflegegrad (ab 01.01.2017) Betrag für Leistungen in Euro
„Pflegestufe 0“ 123 - -
Pflegestufe 1 244 Pflegegrad 2 316
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 316 Pflegegrad 2 316
Pflegestufe 2 458 Pflegegrad 3 545
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 545 Pflegegrad 3 545
Pflegestufe 3 728 Pflegegrad 4 728
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 728 Pflegegrad 4 728
Pflegestufe 3+ 728 Pflegegrad 5 901
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 728 Pflegegrad 5 901

Einschränkungen

Übersteigt der Pflegebedarf der hilfe- und pflegebedürftigen Person diese Beträge, müssen die entstehenden Kosten selbst getragen werden. Dies ist dem „Teilkaskoprinzip“ der Pflegeversicherung geschuldet. Während bei der Pflegesachleistung die Sozialhilfe für diese Kosten aufkommen kann ist dies bei dem Pflegegeld jedoch nicht möglich.

Beratungsbesuche

Der Bedarf an Anleitung und Schulung wird durch Beratungsbesuche sichergestellt. Sie müssen regelmäßig durchgeführt werden, da ansonsten eine Kürzung des Pflegegelds droht. Im Wiederholungsfall kann sogar ein Entzug des Pflegegeldes erfolgen. Die Beratungsleistungen werden durch ambulante Pflegedienste, anerkannte Beratungsstellen (ab 01.01.2017 nur noch solche mit einem pflegefachlichen Hintergrund) oder beauftragte Pflegefachkräfte in der Häuslichkeit der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen durchgeführt. Die entstehenden Kosten werden direkt von den Pflegekassen übernommen. Menschen mit erheblichen Einschränkungen in der Alltagskompetenz (Pflegestufe 0) haben bis 31.12.2016 ein freiwilliges Recht auf einen Beratungsbesuch. Darüber hinaus besteht ein Anspruch auf zusätzliche Beratungsbesuche. Ab 01.01.2017 haben hilfe- und pflegebedürftige Menschen mit einem Pflegegrad 1 ein freiwilliges Recht auf einen Beratungsbesuch.

Pflegestufe (bis 31.12.2016) Turnus der Beratungs-angebote Leistungs-betrag in Euro Pflegegrad (ab 01.01.2017) Turnus der Beratungs-angebote Leistungs-betrag in Euro
„Pflegestufe 0“ 1 x / Halbjahr (freiwillig) 22 Pflegegrad 1 1 x / Halbjahr (freiwillig) 23
Pflegestufe 1 1 x / Halbjahr 22 Pflegegrad 2 1 x / Halbjahr 23
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 2 x / Halbjahr (freiwillig) 22 Pflegegrad 2 1 x / Halbjahr 23
Pflegestufe 2 1 x / Halbjahr 22 Pflegegrad 3 1 x / Halbjahr 23
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 2 x / Halbjahr (freiwillig) 22 Pflegegrad 3 1 x / Halbjahr 23
Pflegestufe 3 2 x / Halbjahr 23 Pflegegrad 4 2 x / Halbjahr 33
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 4 x / Halbjahr (freiwillig) 23 Pflegegrad 4 2 x / Halbjahr 33
Pflegestufe 3 + 2 x / Halbjahr 32 Pflegegrad 5 2 x / Halbjahr 33
+ Erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz 4 x / Halbjahr (freiwillig) 32 Pflegegrad 5 2 x / Halbjahr 33

Verhältnis zur Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege

Grundsätzlich kann das Pflegegeld nur solange bezogen werden, wie auch die pflegerische Versorgung in der Häuslichkeit sichergestellt ist. Während der tageweisen Verhinderungspflege und der Kurzzeitpflege wird das Pflegegeld jedoch für 6 Wochen (tageweise Verhinderungspflege) bzw. 8 Wochen (Kurzzeitpflege) weiterbezahlt.

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Christian Hener
Careship Pflegeexperte
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