Zum Hauptinhalt springen
Lächelnde Helferin mit Tablet im Gespräch mit einer Frau im Rollstuhl

Ersttermin & Interview mit zukünftigem Alltagshelfer

Für Alltagshelfer
19. Juli 2021

Zuletzt aktualisiert am 21. September 2026. Das ursprüngliche Veröffentlichungsdatum steht oben.

Das erste persönliche Kennenlernen Ihres zukünftigen Alltagshelfers ist entscheidend. Schließlich muss für eine erfolgreiche langfristige Zusammenarbeit die Chemie zwischen allen Beteiligten stimmen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Beste aus dem Ersttermin herausholen und welche Fragen Sie der potenziellen Alltagshilfe unbedingt stellen sollten.

Careship vermittelt deutschlandweit einfühlsame und zuverlässige Alltagshilfen direkt aus Ihrer Nachbarschaft. Diese sind sorgfältig geprüft – inklusive erweitertem Führungszeugnis, umfassend geschult und haftpflichtversichert. Dennoch ist es wichtig, dass Sie Ihren zukünftigen Alltagshelfer ausgiebig unter die Lupe nehmen, bevor Sie „ja“ zueinander sagen. Schließlich muss neben den fachlichen Qualifikationen vor allem die Chemie zwischen allen Beteiligten stimmen, denn Sie möchten ja möglichst lange mit Ihrer Alltagshilfe zusammenarbeiten.

Zweck des Ersttermins

Das erste Treffen bietet Raum, um gewünschte Aufgaben, Erwartungen und offene Fragen miteinander zu besprechen. Careship hilft Ihnen bei der Organisation. Ob der persönliche Kontakt passt, können Sie anschließend gemeinsam beurteilen.

Auch beim ersten Einsatz gelten die vereinbarten Preise und die jeweilige Mindestdauer. Eine pauschal kostenlose Kennenlernstunde gibt es nicht mehr. Besprechen Sie vorab, wie viel Zeit Sie zum Kennenlernen und für erste Aufgaben einplanen möchten.

Was muss ich beim Ersttermin beachten?

Nehmen Sie sich Zeit für das erste Kennenlernen und nutzen Sie die Chance, die dieser Termin birgt. Gehen Sie ganz entspannt in die Situation hinein und beobachten Sie Ihr Gegenüber. Macht er/sie einen gepflegten Eindruck? Hat die Alltagshilfe wirkliches Interesse am Job? Ist sie aufmerksam und zuvorkommend? Macht sie sich gegebenenfalls sogar Notizen? Achten Sie auch auf die Artikulation Ihrer zukünftigen Alltagshilfe und beantworten Sie für sich diese Frage: Würden Sie ihr sich oder Ihren pflegebedürftigen Angehörigen anvertrauen?

Interview mit Ihrer Alltagshilfe

Während des Ersttermins sollten Sie keineswegs auf ein Interview mit der Alltagshilfe verzichten. Nur so können Sie ihn bzw. sie besser kennenlernen und auf Herz und Nieren prüfen. Im Interview können beispielsweise für die Betreuung wichtige Fragen geklärt und letzte Unsicherheiten aus dem Weg geräumt werden. Stellen Sie der Alltagshilfe für den Job relevante Fragen. Wir haben die zehn gängigsten Interviewfragen für Sie aufgelistet:
  1. Wie viel Arbeitserfahrung haben Sie als Alltagshilfe bzw. Seniorenbetreuer?
  2. Was gefällt Ihnen an diesem Beruf?
  3. Weshalb möchten Sie gerade mich/meinen Angehörigen betreuen?
  4. Haben Sie bereits Erfahrung im Umgang mit …? Zählen Sie hier relevante Besonderheiten bzw. Erkrankungen auf (z. B. Demenz, Diabetes, Immobilität).
  5. Können Sie hilfreiche zusätzliche Zertifikate vorweisen (z. B. Führerschein, Erste-Hilfe-Kurs)?
  6. Wie sähe die Freizeitgestaltung an grauen Regentagen aus?
  7. Was würden Sie bei einem Notfall tun?
  8. Gibt es Aufgaben, die Sie nicht übernehmen würden?
  9. An welchen Wochentagen und zu welchen Uhrzeiten sind Sie verfügbar?
  10. Könnten Sie auch spontan einspringen?
Mit diesen Fragen dürften Sie für das Interview gewappnet und die wichtigsten Punkte abgedeckt sein. Entscheidend ist jedoch, dass Sie sich mit Ihrem Gegenüber wohl fühlen. Dass die Chemie stimmt! Hören Sie dazu unbedingt auf Ihr Bauchgefühl. Und machen Sie bei Bedarf Gebrauch von Careships Chemie-stimmt-Garantie. Häufig entscheidet ja bereits der erste Eindruck, ob man sich sympathisch findet.

Finanzierungs­möglichkeiten ausschöpfen

Welche Finanzierung für eine Alltagshilfe infrage kommt, hängt von Anspruch, Region und Angebot ab. Unsere aktuelle Übersicht zu Kosten und Finanzierung hilft Ihnen bei der Orientierung.

Der Entlastungsbetrag beträgt bei häuslicher Pflege ab Pflegegrad 1 bis zu 131 Euro im Monat. Er dient der Erstattung geeigneter Leistungen, insbesondere nach Landesrecht anerkannter Angebote zur Unterstützung im Alltag. Nicht verbrauchte Ansprüche können bis zum 30. Juni des Folgejahres eingesetzt werden. Ab Pflegegrad 2 können nachgewiesene Kosten einer Ersatzpflege übernommen werden, wenn die übliche private Pflegeperson vorübergehend verhindert ist. Für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege stehen zusammen bis zu 3.539 Euro je Kalenderjahr zur Verfügung. Bereits genutzte Beträge der einen Leistung verringern das verbleibende gemeinsame Budget. Eine sechsmonatige Vorpflegezeit ist seit Juli 2025 nicht mehr erforderlich. Welche Kosten über die Pflegekasse abgerechnet werden können, hängt von Ihrem Anspruch, der Region und dem konkreten Angebot ab. Bei anerkannten Leistungen von Careship Ambulant ist eine direkte Abrechnung möglich. Bei einer selbstständigen Alltagshilfe erhalten Sie eine Rechnung und beantragen eine mögliche Erstattung selbst. Die aktuellen Angebote und Stundenpreise finden Sie unter Kosten und Finanzierung.

Menschen ab Pflegegrad 2 mit Hauptwohnsitz in Bayern können zudem das Bayerische Landespflegegeld in Höhe von jährlich 500 Euro erhalten.

Haben Sie weitere Fragen?

Unsere Pflege-Experten stehen Ihnen gerne zur Seite. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch oder finden Sie direkt die passende Unterstützung für Ihren Alltag.