
Pflegende Angehörige: Entlastung, die im Alltag ankommt
Eine Alltagshilfe übernimmt Aufgaben zu Hause und schafft Freiräume für pflegende Angehörige. Hier erfahren Sie, welche Leistungen die Entlastung finanzieren und welche eigenen Ansprüche Sie als pflegende Person haben.
Sie müssen vor dem ersten Gespräch noch keinen vollständigen Plan haben.
Welche Entlastung steht pflegenden Angehörigen zu?
Pflegende Angehörige werden über die Pflegekasse der gepflegten Person entlastet: Ab Pflegegrad 1 gibt es bis zu 131 Euro Entlastungsbetrag im Monat, ab Pflegegrad 2 zusammen bis zu 3.539 Euro im Jahr für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege. Dazu kommen eigene Rechte, zum Beispiel bis zu zehn Arbeitstage Freistellung mit Pflegeunterstützungsgeld und der Pflege-Pauschbetrag von 600 bis 1.800 Euro bei der Steuer.
Für regelmäßige Entlastung und die Vertretung einer Pflegeperson gibt es unterschiedliche Leistungen der Pflegeversicherung. Daneben können Sie als pflegende Person eigene Ansprüche haben, etwa bei der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Welche Hilfe passt, hängt von der Pflegesituation und den jeweiligen Voraussetzungen ab.
Wobei kann eine Alltagshilfe Sie entlasten?
- Einkäufe, Mahlzeiten und Hausarbeit im Haushalt der unterstützten Person;
- Gesellschaft und gemeinsame Aktivitäten während Ihrer Abwesenheit;
- Begleitung zu vereinbarten Terminen;
- Unterstützung im Alltag einer Familie mit einem pflegebedürftigen Kind.
Careship bespricht diese Aufgaben mit Ihnen und der Person, die Unterstützung erhält. Medizinische Behandlungspflege wie Wundversorgung oder Injektionen gehört nicht zum Angebot. Wenn sie benötigt wird, muss auch dafür eine passende Versorgung organisiert sein.
Regelmäßig entlasten: Entlastungsbetrag und Pflegesachleistungsbudget
Ab Pflegegrad 2 können außerdem bis zu 40 Prozent des monatlichen Anspruchs auf Pflegesachleistungen für anerkannte Alltagsunterstützung eingesetzt werden, soweit dieser Anteil nicht bereits für Pflegesachleistungen genutzt wird. Das nennt sich Umwandlungsanspruch.
Diese Nutzung des Pflegesachleistungsbudgets kann das Pflegegeld verringern. Sie sollte deshalb gemeinsam mit der bestehenden Versorgung betrachtet werden. § 45a Abs. 4 SGB XI.
Ab Pflegegrad 1 stehen bei häuslicher Pflege bis zu 131 Euro Entlastungsbetrag im Monat zur Verfügung. Er ist zweckgebunden und kann unter anderem für nach Landesrecht anerkannte Alltagsunterstützung eingesetzt werden. Die Leistung steht der pflegebedürftigen Person zu, hilft aber zugleich, pflegende Angehörige zu entlasten. Nicht verbrauchte Beträge können bis zum 30. Juni des Folgejahres genutzt werden. § 45b SGB XI.
Bei Careship sind diese beiden Finanzierungswege über das jeweils verfügbare Angebot von Careship Ambulant nutzbar. Im Angebot mit vermittelten selbstständigen Alltagshilfen können Entlastungsbetrag und Umwandlung nicht eingesetzt werden. Wir klären mit Ihnen, welcher Weg vor Ort passt.

Verhinderungspflege: Wann zahlt die Pflegekasse eine Vertretung?
Wenn Sie einen Menschen mit mindestens Pflegegrad 2 zu Hause pflegen und wegen Krankheit, Urlaub oder aus anderen Gründen vorübergehend verhindert sind, kann die Pflegekasse die nachgewiesenen Kosten notwendiger Ersatzpflege übernehmen. Die Ersatzpflege ist grundsätzlich für bis zu acht Wochen je Kalenderjahr vorgesehen. Eine frühere sechsmonatige Vorpflegezeit ist im geltenden § 39 nicht mehr Voraussetzung. § 39 SGB XI.
Für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege stehen zusammen bis zu 3.539 Euro im Kalenderjahr zur Verfügung. Wenn bereits Kurzzeitpflege bezahlt wurde, steht entsprechend weniger für Verhinderungspflege bereit. Die 3.539 Euro sind daher kein zusätzliches, vollständig unabhängiges Budget. § 42a SGB XI. Worauf es beim Antrag ankommt, zeigt der Ratgeber Verhinderungspflege: Antrag & Formulare.
Welche Ansprüche habe ich als pflegende Person?

Das Pflegegeld wird bei erfüllten Voraussetzungen an die pflegebedürftige Person gezahlt. Es ist kein automatisch von der Kasse gezahltes Gehalt für Angehörige. Ab Pflegegrad 2 kann es beantragt werden, wenn die häusliche Pflege in geeigneter Weise selbst sichergestellt wird. Beträge und Kombinationen erklären wir im Überblick zum Pflegegrad. § 37 SGB XI.

Pflegegeld: Anspruch der gepflegten Person
Das Pflegegeld wird bei erfüllten Voraussetzungen an die pflegebedürftige Person gezahlt. Es ist kein automatisch von der Kasse gezahltes Gehalt für Angehörige. Ab Pflegegrad 2 kann es beantragt werden, wenn die häusliche Pflege in geeigneter Weise selbst sichergestellt wird. Beträge und Kombinationen erklären wir im Überblick zum Pflegegrad. § 37 SGB XI.

Wo bekommen Sie Beratung und Pflegekurse?
Bei der Pflegekasse können Sie sich zu den gesetzlichen Beratungsangeboten informieren. Auf Wunsch der pflegebedürftigen Person kann die Pflegeberatung auch mit Angehörigen erfolgen. Pflegekassen bieten zudem unentgeltliche Pflegekurse an, die praktische Fähigkeiten und den Umgang mit Belastungen vermitteln. § 7a, § 45 SGB XI.
Wenn Pflegegeld bezogen wird, ist außerdem der regelmäßige Beratungseinsatz nach § 37 Abs. 3 zu beachten. Diesen Termin sollten Sie in die Organisation der Pflege aufnehmen. Das konkrete Beratungsangebot von Careship stellen wir auf der Seite Pflegeberatung vor.
So planen Sie die Entlastung mit Careship
1. Situation besprechen
Wer benötigt Unterstützung, welche Aufgaben sollen übernommen werden und wann möchten Sie entlastet werden? Die Wünsche der unterstützten Person gehören dazu.

2. Finanzierung klären
Wir prüfen mit Ihnen das passende Careship-Angebot und den Abrechnungsweg. Dafür sind Pflegegrad, bereits genutzte Leistungen und das verbleibende Budget wichtig.

3. Einsätze abstimmen
Wir vermitteln passende Unterstützung und vereinbaren Tätigkeiten, Zeiten und Kosten. Bei einer Vertretung besprechen wir auch, welche Gewohnheiten und Absprachen für die unterstützte Person wichtig sind.


Wie funktioniert die Abrechnung bei Careship?
Über Careship Ambulant ist bei gesetzlicher Pflegeversicherung ohne Beihilfe und entsprechender Abtretung eine direkte Abrechnung möglich. Bei vermittelten selbstständigen Alltagshilfen bezahlen Sie die Rechnung und beantragen eine mögliche Erstattung über Verhinderungspflege selbst. Bei Privatversicherung oder Beihilfe klären wir den Erstattungsweg gesondert. Leistungen außerhalb der Kostendeckung sind privat zu tragen.
Warum Careship?

Finanzierung vorab klären
Wir besprechen mit Ihnen, welches Angebot und welcher Abrechnungsweg zu Ihrer Situation passen. Umfang und Kosten werden vor dem Start vereinbart.

Persönlich organisiert
Ihre persönliche Ansprechperson begleitet Sie von der Vermittlung bis zur Abstimmung Ihrer Einsätze. Sie buchen flexibel ohne Vertragsbindung und entscheiden, wann und wie oft Sie Hilfe brauchen.

Immer dieselbe Alltagshilfe
Bei Careship kommt immer dieselbe Alltagshilfe; Vertretungen sind die Ausnahme. So kann eine persönliche Beziehung wachsen, und die Alltagshilfe wird mit vertrauten Abläufen und Vorlieben bekannt.
Häufige Fragen zur Entlastung pflegender Angehöriger
Geht Verhinderungspflege auch für einzelne Stunden?
Ja. Sind Sie als reguläre Pflegeperson an einem Tag weniger als acht Stunden verhindert, kommt stundenweise Verhinderungspflege infrage. Diese Tage werden nicht auf die achtwöchige Höchstdauer angerechnet; das bisherige Pflegegeld wird weitergezahlt. Die Kosten werden trotzdem aus dem verfügbaren Jahresbetrag bezahlt. Maßgeblich ist die Dauer Ihrer Verhinderung, nicht allein die Einsatzdauer der Ersatzperson. AOK: Stundenweise Verhinderungspflege.
Muss die Pflegekasse vorher zustimmen?
Das Gesetz verlangt keinen Antrag vor Beginn der Ersatzpflege. Es ist dennoch sinnvoll, die Voraussetzungen und das verfügbare Budget vorher mit der Kasse zu klären. Für die Kostenerstattung müssen Antrag und Kostennachweise spätestens bis Ende des auf den Einsatz folgenden Kalenderjahres eingereicht werden. Für Ersatzpflege im Jahr 2026 ist das der 31. Dezember 2027. Das überträgt kein ungenutztes Budget auf neue Einsätze im Folgejahr. § 39 SGB XI.
Welche Erstattung gilt bei einer Vertretung durch Angehörige?
Wenn Verwandte oder Verschwägerte bis zum zweiten Grad oder Personen aus demselben Haushalt die Ersatzpflege nicht erwerbsmäßig übernehmen, werden die Kosten in der Regel höchstens bis zum Zweifachen des monatlichen Pflegegelds erstattet. Das sind bei Pflegegrad 2 beispielsweise 694 Euro im Kalenderjahr. Nachgewiesene notwendige Zusatzkosten wie Fahrtkosten oder Verdienstausfall können hinzukommen. Insgesamt bleibt der noch verfügbare gemeinsame Jahresbetrag von höchstens 3.539 Euro die Grenze. Die volle Höchstsumme steht deshalb nicht automatisch für jede private Vertretung zur Verfügung. § 39 Abs. 3 SGB XI.
Wie bereite ich die Übergabe an eine Alltagshilfe vor?
Für die Übergabe hilft eine kurze Übersicht: Welche Mahlzeiten oder Termine stehen an? Welche Aufgaben werden während Ihrer Abwesenheit übernommen? Wie ist der Zugang zur Wohnung geregelt, und wer ist bei Rückfragen erreichbar? Auch benötigte medizinische Versorgung muss für diesen Zeitraum gesondert organisiert sein. Ob einzelne Stunden oder wiederkehrende Termine: Die passenden Aufgaben und Einsatzzeiten klären wir mit Ihnen vor dem Start.
Quellen und weiterführende Informationen
Alltagshilfe in Ihrer Nähe
Welche Unterstützung und welcher Abrechnungsweg an Ihrem Wohnort verfügbar sind, klären wir mit Ihnen persönlich.

- Regionen mit Careship Ambulant
- Weitere Careship-Standorte
Die Karte zeigt Bundesländer mit Standorten. Ob wir an Ihrer Adresse verfügbar sind, prüfen wir anhand Ihrer Postleitzahl.
Erfahrungen mit Careship: Das sagen unsere Kunden

Ich bin sehr zufrieden mit Careship. Telefonisch in den Sprechzeiten immer erreichbar. Sehr zuverlässig und freundlich. Innerhalb von 24 Stunden hatte ich einen Ersatz für meine Einkaufshilfe. Auch die Alltagshelfer sind sehr menschlich und zuverlässig. Wirklich vorbildlich. Toll. Ich bin froh, dass es euch gibt.
Die perfekte Entlastungshilfe für meine Bedürfnisse und Wünsche vermittelt. Pünktlich, freundlich, umsichtig, sehr sympathisch, hilfsbereit. Besser geht's nicht. Vielen Dank an Careship und unser Engel in der Not.
Lassen Sie uns gemeinsam Entlastung organisieren
Nennen Sie uns die Aufgaben und Zeiten, für die Sie Entlastung suchen. Wir besprechen den passenden Finanzierungsweg und organisieren die Unterstützung.






