Gute Pflege hat ihren Preis. Wer sich im Internet umschaut, merkt schnell, dass die verschiedensten Angaben und Preisspannen genannt werden. Wir haben Ihnen daher eine zusammenfassende Übersicht der durchschnittlichen Pflegekosten erstellt.
Kosten für stundenweise Betreuung
Bei der stundenweisen Betreuung werden Grundpflege, Begleit- sowie Betreuungsdienste und auch Services rund um die Haushaltshilfe angeboten. Der Markt für professionelle Alltagsbegleitung ist geprägt von privaten Anbietern wie Careship. Die Firmen bestimmen die Stundenpreise natürlich selbst, weshalb jene etwas schwanken. Careship-Alltagshilfen kosten 33 Euro pro Stunde, in Baden-Württemberg und Bayern 38 Euro pro Stunde; bei Careship Ambulant, das anerkannte Leistungen direkt mit der Pflegekasse abrechnet, liegen die Stundensätze je nach Region zwischen 35,50 und 45 Euro.Sie möchten mehr zu den Angeboten der stundenweisen Betreuung durch Careship erfahren? Hier finden Sie alle Informationen rund um die Leistungen sowie den Weg zu Ihrer qualifizierten Alltagshilfe.
Careship unterstützt Sie sowohl bei der Beantragung der Verhinderungspflege als auch bei der stundenweisen Betreuung.
Für die Finanzierung von Careship-Leistungen können Sie entweder das Pflegegeld nutzen oder sich die Kosten über das Budget der Verhinderungspflege von Ihrer Pflegekasse zurückerstatten lassen. Wir beraten Sie gern.
Pflegedienst: Kosten
Ambulante bzw. häusliche Pflege umfasst medizinische, pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung. Die Höhe der Kosten ist dabei logischerweise von der verbleibenden Selbständigkeit abhängig. Zudem unterscheiden sich die Preise je nach Region und Pflegedienst. Die Pflegekasse übernimmt als Pflegesachleistung bis zu 796 Euro (Pflegegrad 2), 1.497 Euro (Pflegegrad 3), 1.859 Euro (Pflegegrad 4) bzw. 2.299 Euro (Pflegegrad 5) im Monat (Stand 2026); was darüber hinausgeht, zahlen Sie selbst. Ambulante Pflege lässt sich in Leistungspaketen buchen - sogenannten Leistungskomplexen. In diesen Paketen ist Pflege ganz genau in Leistungen aufgeschlüsselt. Ein Beispiel: “Kleine Körperpflege” setzt sich zusammen aus An-/Auskleiden, (zum Teil) Waschen, Mund- und Zahnpflege sowie Kämmen. Fragen Sie bei Ihrem ambulanten Dienst vorab nach den jeweiligen Kosten der einzelnen Leistungspakete, um finanziell gut planen zu können.Hier erhalten Sie einen tieferen Einblick in die Themen medizinische Behandlungspflege, ambulante Pflege und Pflegedienste.
Kurzzeitpflege: Kosten
Nach einer Behandlung im Krankenhaus, oder wenn die Pflege zu Hause für eine Weile nicht sichergestellt werden kann, wird Kurzzeitpflege geleistet. Die Kosten für die Kurzzeitpflege setzen sich zusammen aus den Pflegekosten, den Kosten für die Unterbringung in einer Einrichtung für Kurzzeitpflege sowie den Verpflegungskosten. Zudem fallen auch Investitionskosten an. Das sind Ausgaben für interne Anschaffungen, Gebäude-Wartung und Reparaturen, welche die Pflegeeinrichtung auf die Bewohner/ Patienten umlagert. Die Tagessätze legt jede Einrichtung selbst fest. Die pflegebedingten Kosten übernimmt die Pflegekasse ab Pflegegrad 2 für bis zu acht Wochen im Jahr mit bis zu 3.539 Euro (gemeinsamer Jahresbetrag mit der Verhinderungspflege, Stand 2026). Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten zahlen Sie selbst – dafür können Sie aber den Entlastungsbetrag von 131 Euro im Monat einsetzen.Hier erhalten Sie einen tieferen Einblick in die Themen Kurzzeitpflege und Versorgung nach Krankenhausaufenthalten.
Tipp: Um eine Idee davon zu bekommen, welche Finanzierungsmöglichkeiten für die verschiedenen Pflegearten und Services bestehen, haben wir Ihnen einen weiteren Beitrag zusammengestellt. So können Sie sich ein Bild davon machen, in welchem Maße Sie die hier aufgeführten Kosten abfedern können. Darauf aufbauend können Sie dann Ihre ganz individuelle Finanz- und Pflegeplanung angehen.
Kosten für Tagespflege & Nachtpflege
Hier bleibt die pflegebedürftige Person tagsüber oder über Nacht in einer Pflegeeinrichtung und wird dort professionell umsorgt. Die Kosten variieren stark, je nach den in Anspruch genommenen Zeiträumen und der Wahl der Pflegeeinrichtung. Die Tagessätze legt jede Einrichtung selbst fest. Die Kosten für Pflege, Betreuung und die Fahrten zur Einrichtung übernimmt die Pflegekasse zusätzlich zu Pflegegeld oder Pflegesachleistung mit bis zu 721 Euro (Pflegegrad 2), 1.357 Euro (Pflegegrad 3), 1.685 Euro (Pflegegrad 4) bzw. 2.085 Euro (Pflegegrad 5) im Monat (Stand 2026). Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten zahlen Sie selbst; dafür können Sie den Entlastungsbetrag von 131 Euro im Monat einsetzen. Die Gesamtkosten der teilstationären Pflege setzen sich aus folgenden Teilbereichen zusammen: Unterbringung, Verpflegung, ggf. Fahrdienste, Investitionskosten der Pflegeeinrichtungen (also interne Anschaffungen, Gebäude-Wartung und Reparaturen) sowie Freizeitbeschäftigung, Sport- und Kulturprogramm.Hier erhalten Sie einen tieferen Einblick in das Thema Tages- und Nachtpflege.
Betreutes Wohnen: Kosten
Die monatliche Service-Pauschale für betreutes Wohnen liegt je nach Leistungsumfang, Ausstattung und Wohnungslage bei ca. 60 bis 300 Euro. Hinzu kommen noch die jeweilige Miete, die Nebenkosten (Heizung, Gas, Strom, Internet, Telefon etc.) sowie ggf. Kautionszahlungen in variabler Höhe. Auch Aufnahmegebühren von bis zu ca. 9.000 Euro sind keine Seltenheit. Sollten sich die Räumlichkeiten in gehobenen Residenzen befinden, kann der Preis auch höher sein. Dafür aber umfasst das betreute Wohnen eine ganze Reihe an Annehmlichkeiten. Dazu gehören klassischerweise barrierefreies Wohnen, eine unkomplizierte Organisation häuslicher Pflege, Rezeptionsdienst im Haus, Haustechnik-Team, Nachtbereitschaftsdienst für medizinische Notfälle, Hausnotruf, Gemeinschaftsräume, Angebot von Gemeinschaftsaktivitäten für die Bewohner, Bringdienste (zum Beispiel Lebensmittel und Speisen), Reinigungsdienst und Wäschedienst.Tipp:
Noch ein Tipp für Sie
Achten Sie beim betreuten Wohnen darauf, dass der Mietvertrag nicht an den Service-Vertrag für die gebuchten Dienstleistungen gekoppelt ist. Bleiben Sie flexibel und buchen Sie nur die Leistungen, die Sie benötigen. So vermeiden Sie überflüssige Zahlungen.
Kosten der 24-Stunden-Pflege
Bei der 24-Stunden-Pflege wird medizinische Behandlungspflege und Körperpflege geleistet. Auf Wunsch wird außerdem auch der Haushalt in Schuss gehalten und für Betreuung im Alltag gesorgt. Sie sehen: 24-Stunden-Pflege ist vielseitig. Aufgrund der unterschiedlichen Leistungspakete kann hier nur schwer von pauschalen Preisen gesprochen werden. Noch dazu bestehen ganz verschiedene Beschäftigungsmodelle zwischen dem Auftraggeber und dem Leistungserbringer. Hier eine Auswahl der möglichen Beschäftigungsmodelle:- das Entsendemodell (Vermittlung der Pflegekräfte über eine Agentur)
- das direkte Arbeitgeber-/Arbeitnehmermodell
- Selbständigkeit (Pflegekräfte aus dem Ausland)
- Selbständigkeit/ Freiberuflichkeit (Pflegekräfte aus Deutschland)
Pflegeheimkosten
Bei der Pflege in einem Heim handelt es sich für gewöhnlich um längerfristige Betreuungen und Wohnkonzepte. Das heißt, eine Person wird über Wochen, Monate oder Jahre hinweg rund um die Uhr betreut bzw. es bestünde immerhin die Möglichkeit dazu. Allein als Eigenanteil zahlen Sie hier im ersten Aufenthaltsjahr im Bundesdurchschnitt rund 3.364 Euro im Monat (vdek, Stand 1. Juli 2026), gewünschte Extra-Services kommen hinzu. Ab dem zweiten Aufenthaltsjahr sinkt dieser Eigenanteil, weil die Pflegekasse mit zunehmender Aufenthaltsdauer höhere Zuschläge zu den Pflegekosten zahlt. Die Kosten für die Pflege im Heim können je nach Bundesland und Ausstattung sehr unterschiedlich ausfallen. Mitunter liegen sie daher auch mal etwas unter oder über diesen Angaben. Dabei setzen sich die Kosten der Pflege im Heim wie folgt zusammen:- Allgemeine Pflegeleistungen, zum Beispiel Waschen und Essen anreichen
- Benötigte Hilfsmittel zur Unterstützung der Pflege
- Psychosoziale Betreuung
- Medizinische Behandlungspflege, zum Beispiel Versorgung mit Medikamenten
- Art der Unterkunft (Einbettzimmer versus Mehrbettzimmer versus “Suite”)
- Zimmerreinigung
- Wäscheversorgung & Wäschereinigung
- Müllentsorgung
- Veranstaltungen
- Verpflegung
- Gebotener Service/ Komfort der Pflegeeinrichtungen
- Investitionskosten (für Reparaturen, Heimanschaffungen, Gebäudeunterhalt)
Kosten für Palliativpflege & Hospiz
Ist jemand unheilbar krank oder lebensbedrohlich verletzt, greift erst einmal die Intensivpflege. Bei der Intensivpflege werden die Körperfunktionen überwacht und bei Bedarf auch unterstützt. Bleibt eine Verbesserung des Gesundheitszustandes aus, werden anschließend in der Palliativpflege zumindest die Schmerzen nach Möglichkeit reduziert und die psychischen Leiden gemindert. Findet die Palliativpflege in einem Hospiz statt, kann auch von Hospizpflege gesprochen werden. Die Pflege hier kostet zwischen 200 und 250 Euro am Tag und umfasst die komplette Betreuung, Verpflegung und ggf. auch die die Betreuung sowie Beratung der Angehörigen.Durch finanzielle Bezuschussung der Krankenkasse bleibt allerdings lediglich ein zu zahlender Eigenanteil von bis zu 10 Prozent. Diesen Anteil haben jedoch sogar die Hospize zu tragen, indem sie beispielsweise Spenden generieren. Das heißt, bei der Unterbringung in einem Hospiz müssen allein die Kosten für spezielle Kreativ- und Betreuungsangebote privat getragen werden.
Hier erhalten Sie zudem einen tieferen Einblick in das Thema Palliativpflege.



