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Ratgeber > Gewusst wie

Pflegegrad beantragen und Unterstützung sichern

Pflegegrade dienen zur Beurteilung der Pflegebedürtftigkeit und ersetzen seit Januar 2017 die bis dahin verwendeten Pflegestufen. Erfahren Sie im weiteren Verlauf alles über die Abläufe der Antragstellung und wie Sie sich am Besten darauf vorbereiten können.

Um sagen zu können, welche Leistungen die Pflegeversicherung für Sie bereithält, muss zunächst erstmal Ihr Pflegegrad ermittelt werden:

  • Sie müssen einen Antrag bei Ihrer Pflegekasse stellen, nehmen Sie z. B. telefonisch Kontakt zu ihr auf
  • der Medizinische Dienst der Krankenkasse (MDK) benennt drei mögliche Gutachter
  • Sie wählen einen der drei unabhängigen Gutachter aus
  • der MDK entsendet Ihnen den Gutachter
  • wenn Sie privat pflegeversichert sind, übernimmt der Medizinische Dienst der Privaten die Abwicklung des Gutachtens (z. B. Medicproof)
  • die Prüfung findet bei Ihnen zuhause statt
  • der Gutachter ermittelt mit Hilfe seines Fragenkatalogs Ihre Selbständigkeit, zunächst in diesen sechs Modulen:
    • (1) Mobilität
    • (2) kognitive und kommunikative Fähigkeiten
    • (3) Verhaltensweisen und psychischen Problemlagen
    • (4) Selbstversorgung
    • (5) Bewältigung und der selbstständige Umgang mit krankheits- oder therapiebezogenen Anforderungen
    • (6) die Gestaltung des Alltagslebens und der sozialen Kontakte
  • der Gutachter ermittelt mit Hilfe seines Fragenkatalogs Ihre Selbständigkeit in zwei weiteren Modulen, die zwar nicht in die Berechnung Ihres Pflegegrades hinein zählen, dafür aber bei der weiteren Versorgungsplanung hilfreich sind:
    • (7) außerhäusliche Aktivitäten
    • (8) Haushaltsführung.
  • das Prüfungsergebnis wird Ihnen innerhalb von 25 Arbeitstagen nach dem Eingang Ihres Antrags zugesandt
  • Sie haben Anspruch auf Verzugsgelder, wenn die Pflegekasse die Frist überzieht
  • dieser Anspruch besteht NICHT für Anträge zwischen 01.11.2016 – 31.12.2017
    Besonders dringende Fälle werden innerhalb einer Woche bearbeitet
  • je nach ermitteltem Pflegegrad stehen Ihnen anschließend verschiedene Leistungen in variierender Höhe zu
  • auf Wunsch wird die Begutachtung in regelmäßigen Abständen wiederholt, um den Leistungsumfang immer wieder neu an den aktuellen Pflegebedarf anzupassen
  • auf Grundlage des neuen Begutachtungsverfahrens sollen vor allem Personen mit Demenz früher und effektiver gefördert werden

Ihr Antrag auf einen Pflegegrad wurde abgelehnt? Legen Sie Widerspruch ein.

Zahlreiche Anträge auf einen Pflegegrad werden zunächst abgelehnt oder haben ein realitätsfernes Ergebnis zur Folge. Wenn Sie davon überzeugt sind, dass das Urteil des Gutachters nicht gerechtfertigt ist, können Sie Widerspruch erheben. Wichtig ist, dass dies schriftlich und innerhalb von vier Wochen nach der Benachrichtigung geschieht. Widerspruch darf nur der Versicherte selbst bzw. der Bevollmächtigte erheben.

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