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Pflegekosten - Was kostet Pflege im Detail

Pflegegeld

Das Internet steckt voller Informationen über das Thema Pflege und Pflegekosten. Schnell verliert man sich auf der Suche nach klaren Antworten in Details oder in schwammigen Beiträgen, die letztlich keine verbindlichen Aussagen treffen. Wir haben Ihnen eine Übersicht erstellt, damit Sie schnell und einfach eine gute Übersicht über das Thema Pflege und Pflegekosten erhalten und direkt erfahren, wie sich diese stemmen lassen.

Pflegekosten: Vollstationäre Pflege

Was ist vollstationäre Pflege?

Vollstationäre Pflege meint den Aufenthalt in einer klinischen oder klinik-ähnlichen Einrichtung (z. B. Pflegeheim, Seniorenheim, Geriatrie im Krankenhaus) mit einem Behandlungsplan von mindestens einem Tag und einer Nacht. In der Regel handelt es sich aber um längerfristige Betreuungen und Wohnkonzepte. Das heißt, eine Person wird über Wochen, Monate oder Jahre rund-um-die-Uhr betreut bzw. es bestünde die Möglichkeit dazu.

Was kostet vollstationäre Pflege?

Die Kosten für stationäre Pflege, also für einen Pflegeheimplatz, sind verschieden hoch. Es sind vor allem diese Aspekte tragend für die Zusammensetzung der Kosten:

  • der Pflege- und Versorgungsbedarf des Pflegebedürftigen:
    • Allgemeine Pflegeleistungen
    • Hilfsmittel für die Pflege
    • psychosoziale Betreuung
    • Behandlungspflege
  • Art der Unterkunft (Einbettzimmer versus Mehrbettzimmer versus “Suite”)
  • Zimmerreinigung
  • Wäscheversorgung & Wäschereinigung
  • Müllentsorgung
  • Events
  • Verpflegung
  • der gebotene Service/ Komfort der Pflegeeinrichtungen
  • Investitionskosten (für Reparaturen, Heim-Anschaffungen, Gebäude-Unterhalt)
  • ggf. weitere Zuschläge, z. B. Ausbildungsvergütung des Heim-Personals

Je nach Pflegebedürftigkeit und Belieben hinsichtlich Pflege- und Wohnsituation gestalten sich also die monatlichen Kosten. Diese liegen ca. zwischen 1.600 und 3.500 Euro. Dabei liegt der Eigenanteil bei ca. 1.500 Euro im Monat. Das ist also der Beitrag, der noch privat gezahlt werden muss, nachdem die Pflegeversicherung für die Pflegeleistungen aufgekommen ist.

Wer bezahlt die vollstationäre Pflege?

Vorausgesetzt Sie haben einen Pflegegrad (PG), greift Ihre Pflegeversicherung zu großen Teilen:

Careship-Tipp

Da die Pflegeversicherung nicht für alle anfallenden Kosten aufkommt, bleibt für gewöhnlich eine monatliche Summe über, die privat getragen werden muss. Daher kann bei absehbarem Bedarf schon zeitnah eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen werden, um diese Pflegelücke zu schließen.

Betreutes Wohnen - Die Alternative zur stationären Pflege

Was ist betreutes Wohnen?

Betreutes Wohnen ist pflegeversicherungsrechtlich abzugrenzen von stationären Pflegeheimen. Es ist das Wohnen mit Pflege-Service nach Bedarf, wobei die Konzepte im Detail verschieden sind. Selbständigkeit & Eigenverantwortung stehen aber immer im Fokus.

Betreutes Wohnen geht in der Regel mit folgenden Elementen einher:

  • Wohnen in einer barrierearmen/ barrierefreien Wohnung
  • Kooperation der Immobilie mit einem ambulanten Pflegedienst
  • Rezeptionsdienst im Haus
  • Haustechnik-Team
  • Nachtbereitschaftsdienst für medizinische Notfälle
  • voneinander unabhängiger Miet- und Servicevertrag
  • Hausnotruf
  • Gemeinschaftsräume
  • Angebot von Gemeinschaftsaktivitäten für die Bewohner
  • Bringdienste (z. B. Lebensmittel und Speisen)
  • Reinigungsdienst
  • Wäschedienst

Was kostet betreutes Wohnen?

Die Service-Pauschale liegt je nach Leistungsumfang, Ausstattung und Wohnungslage in etwa zwischen 60 und 300 Euro. Hinzu kommen noch die Miete und die Nebenkosten sowie ggf. Kautionszahlungen in variabler Höhe und Aufnahmegebühren von bis zu ca. 9.000 Euro. Sollten die Räumlichkeiten in gehoben Häusern/ Seniorenresidenzen integriert sein, kann der Preis auch höher sein.

Wer bezahlt das betreute Wohnen?

Während Sie bei dem Kauf einer Eigentumswohnung in einem betreuten Haus meistens auf den Kosten sitzen bleiben, lassen sich im Mietfall je nach Gegebenheit und ausgehend von Ihrer sozialen Lage einige Förderungen wahrnehmen:

  • Wohnberechtigungsschein
  • Wohngeld
  • Bei Pflegegrad: Leistungen aus der Pflege- bzw. Krankenversicherung:
    • für ambulante Pflege
    • für Wohnraumanpassung
    • für Kurzzeitpflege (aufgrund von Krankheit):
      • medizinische Behandlungspflege
      • soziale Betreuung

Careship-Tipp

Sind die Kosten des Pflegedienstes niedriger als die Pflegesachleistungen, kann bei der Pflegekasse “Kombileistung” beantragt werden. Das heißt, das überschüssige Geld kann in Form von Pflegegeld genutzt werden.

Pflegekosten: Ambulante Pflege

Was ist ambulante Pflege?

Ambulante Pflege oder auch “häusliche Pflege” meint die medizinische, pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung im von pflegebedürftigen Personen im eigenen Zuhause.

Was kostet ambulante Pflege?

Je nach Schwere der Pflege und der verbleibenden Selbständigkeit, fallen die Kosten gering oder höher aus. Sie können hier ungefähr mit rund 500-2500 Euro an Kosten im Monat rechnen. Die ambulanten Pflegedienste arbeiten ganz pragmatisch in Form von buchbaren Leistungspaketen, sogenannte Leistungskomplexe. Die Kosten für die jeweiligen Leistungen können Sie sich aufschlüsseln lassen, bevor Sie verbindlich buchen. Definierte Leistungspakete sind zum Beispiel:

  • kleine Körperpflege:
    • An-/Auskleiden
    • Teilwaschen
    • Mund- und Zahnpflege
    • Kämmen
  • große Körperpflege:
    • An-/Auskleiden
    • Waschen/Duschen
    • Rasieren
    • Mund- und Zahnpflege
    • Kämmen
  • Hilfe bei der Nahrungsaufnahme:
    • Hilfe beim Aufsuchen und Verlassen des Platzes
    • Unterstützung/Beaufsichtigung beim Essen und Trinken
    • Hygiene hinsichtlich der Nahrungsaufnahme

Ohne Pflegegrad sind die Preise für ambulante Pflege:

  • flexibel
  • privatrechtlich bestimmbar
  • auszuhandeln mit dem beauftragten Pflegedienst
  • abhängig von dem gebuchten Leistungsumfang

Mit Pflegegrad sind die Preise für ambulante Pflege abhängig von:

  • dem Bundesland
  • den jeweiligen Vergütungsvereinbarungen der Pflegekassen & Pflegedienste
  • Ihrem in Anspruch genommenen Leistungsspektrum

Wer bezahlt die ambulante Pflege?

Wenn Sie einen Pflegegrad haben, rechnet Ihr Pflegedienst die anfallenden Kosten direkt mit Ihrer Pflegekasse ab (siehe untenstehende Tabelle). Alle anfallenden Ausgaben, die den Kostenrahmen Ihres Pflegegrades übersteigen, werden wiederum mit Ihnen direkt abgerechnet. Je nach Pflegegrad bleibt ein privat zu tragender Eigenanteil von bis zu ca. 500 Euro.

Careship-Tipp

Alternativ zum Pflegegrad können auch Verordnungen vom Arzt dafür genutzt werden, einzelne pflegerische Leistungen zu erstatten. Dann ist allerdings von häuslicher Krankenpflege die Rede und nicht von ambulanter Pflege. Die Abrechnung erfolgt dann also über die Kranken- nicht die Pflegeversicherung.

Pflegekosten: Teilstationäre Tages- und Nachtpflege

Teilstationäre Tages- und Nachtpflege wird in Pflegeeinrichtungen geleistet. Die Pflegeversicherung greift dann, wenn die häusliche Pflege allein nicht ausreicht bzw. der Ergänzung und Stärkung bedarf. Je nach Inanspruchnahme der Tages- oder Nachtpflege, bleibt der Pflegebedürftige tagsüber oder über Nacht in der Einrichtung.

Was kostet die teilstationäre Tages- und Nachtpflege?

Die Kosten variieren stark mit den in Anspruch genommen Zeiten. So können Sie mit monatlichen Kosten von ca. bis zu 3.000 Euro rechnen. Tendenziell ist es aber weniger. Durch die vielseitige Kombinationsmöglichkeit verschiedener Versicherungsleistungen, können diese Kosten zu großen Teilen aufgefangen werden. Daher übersteigt der monatliche zu zahlende Eigenanteil die 500 Euro selten. Die Gesamtkosten setzen sich aus folgenden Punkten zusammen:

  • Unterbringung
  • Verpflegung
  • ggf. Fahrdienst (Kilometersätze oder Weg-Pauschalen)
  • Investitionskosten (interne Anschaffungen, Gebäude-Wartung, Reparaturen)
  • Freizeitbeschäftigung, Sport- und Kulturprogramm

Wer bezahlt die teilstationäre Tages- und Nachtpflege?

Wenn Sie über einen Pflegegrad verfügen, greift die Pflegeversicherung für einen Teil der Kosten für teilstationäre Pflege. Zu Ihrem Vorteil lassen sich diese Leistungen kombinieren:

Pflegekosten: Kurzzeitpflege

Was ist Kurzzeitpflege?

Wenn die Pflege zu Hause für eine gewisse Zeit nicht geleistet werden kann und daher übergangsweise in einer stationären Einrichtung (Pflegeheim, Krankenhaus) stattfindet, ist von Kurzzeitpflege die Rede. Kurzzeitpflege wird i. d. R. im Anschluss an eine stationäre Behandlung Anspruch genommen oder wenn die häusliche Pflegesituation zeitweise zur Überforderung wird.

Was kostet Kurzzeitpflege?

Für die Kurzzeitpflege können Sie in etwa 200-500 Euro monatlich einplanen, je nachdem wie sehr Sie diese Form der Pflege beanspruchen möchten. Diese Kosten setzen sich aus folgenden Punkten zusammen:

  • Pflegekosten
  • Unterbringung
  • Verpflegung
  • Investitionskosten (interne Anschaffungen, Gebäude-Wartung, Reparaturen)

Da Kurzzeitpflege, wie der Name schon sagt, in der Regel eher tageweise in Anspruch genommen wird, soll hier auch nochmal auf die ungefähren Tageskosten eingegangen werdem: Sie können mit ca. 80-150 Euro pro Kurzzeitpflegetag rechnen.

Wer bezahlt die Kurzzeitpflege?

Wenn Sie einen Pflegegrad haben, werden Sie von Ihrer Pflegeversicherung unterstützt:

Careship-Tipp

Sie können die Leistungen für Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege auch miteinander koppeln. Wenn Sie nicht die gesamten sechs Wochen der Verhinderungspflege benötigen, können Sie diese überschüssige Zeit in die Kurzzeitpflege stecken. Auf diese Weise können Sie die Kurzzeitpflege auf bis zu acht Wochen und auf ein Kontingent von bis zu 3.224 Euro im Jahr ausdehnen.

Pflegekosten: 24-Stunden-Pflege

Was ist 24-Stunden-Pflege?

Bei der 24-Stunden-Pflege lebt eine persönliche Pflegekraft mit bei Ihnen zu Hause. Diese kümmert sich sowohl um Ihre medizinische Behandlungspflege/ Körperpflege, als auch um den Haushalt und leistet alle weiteren nötigen Betreuungsdienste. In den letzten Jahren sind in Deutschland viele Agenturen entstanden, die internationale Pflegekräfte an deutsche Haushalte vermitteln.

Was kostet 24-Stunden-Pflege?

Aufgrund der ganz verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten und Leistungspakete, kann hier nicht zu sehr ins Detail gegangen werden. Sie können aber in etwa 1.700 bis 3.000 Euro im Monat für diese Form der Pflege einplanen.

Mögliche Beschäftigungsmodelle sind z. B:

  • das Entsendemodell (Vermittlung der Pflegekräft über Vermittler-Unternehmen)
  • das direkte Arbeitgeber-/Arbeitnehmermodell
  • Selbständigkeit (Pflegekräfte aus dem Ausland)
  • Selbständigkeit/ Freiberuflichkeit (Pflegekräfte aus Deutschland)

Wer bezahlt die 24-Stunden-Pflege?

Wenn Sie einen Pflegegrad haben, können Sie einen großen Teil der anfallenden Kosten über die Pflegeversicherung abrechnen. Hierbei stehen Ihnen folgende Leistungs-Quellen zur Verfügung:

  • Pflegegeld
  • Verhinderungspflege
  • 50% der Kurzzeitpflege

Noch dazu ist die 24-Stunden-Pflege steuerlich absetzbar als:

  • haushaltsnahe Dienstleistung oder
  • außergewöhnliche Belastung

Stundenweise Betreuungsleistungen

Was sind stundenweise Betreuungsleistungen?

Stundenweise Betreuungsleistungen meinen die zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach § 45b SGB XI. Zusammengefasst heißt es dort, dass Pflegebedürftige, die zuhause gepflegt werden, einen Anspruch auf einen Entlastungsbetrag haben. Dieser beträgt monatlich 125 Euro und kann für fest definierte Zwecke genutzt werden. Der Sinn dahinter ist, dass die Selbständigkeit von Pflegebedürftigen gefördert werden soll und die Beteiligten mehr Spielraum bei der Gestaltung des Pflegealltags haben.

Mögliche Zwecke sind:

  • Pflege
  • Betreuung
  • Begleitdienste
  • Haushaltshilfe
  • Leistungen im Rahmen von:
  • ambulanter Pflege
  • Kurzzeitpflege
  • teilstationärer Tages- und Nachtpflege

Was kosten stundenweise Betreuungsleistungen?

Abhängig davon, welche konkreten Leistungen in Anspruch genommen werden, gestalten sich die Preise. Die Kosten für ambulante Pflege, Kurzzeitpflege sowie teilstationärer Tages- und Nachtpflege haben Sie oben bereits erfahren. Darüber hinaus bestehen am Markt private Anbieter, die leichte Pflege, Betreuung, Begleitdienste und Haushaltshilfe anbieten. Die Kosten dafür variieren etwas. Careship gehört zu den Anbietern dieser Leistungen. Bereits ab 15 Euro pro Stunde können Sie diese Leistungen in Anspruch nehmen.

Wer bezahlt die stundenweisen Betreuungsleistungen?

Diese Leistungen können Sie privat zahlen oder, wenn Sie einen Pflegegrad haben, über die Pflegeversicherung abrechnen. Konkreter: Nutzen Sie das Pflegegeld, die Leistungen zur Verhinderungspflege und/ oder den Entlastungsbetrag. Die Summen finden Sie in den oben stehenden Tabellen.

Gut zu wissen

Neben all den genannten Leistungen, stehen Ihnen außerdem 40 Euro im Monat zu. Diese sind gedacht für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel (Einmal-Handschuhe, Desinfektionsmittel, Pflegecreme etc.). Voraussetzung dafür ist, dass Sie einen Pflegegrad haben. Darüber hinaus erhalten Sie von Pflegegrad 1 bis 5 einen monatlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro. Diesen können Sie relativ beliebig verwenden, solange es der Pflege oder Betreuung zugute kommt.

Auf’s Haus gibt es bei Pflegebedürftigkeit kostenlose Beratung und Weiterbildungen für Pflegebedürftige bzw. Ihre Angehörigen. Nehmen Sie einfach Kontakt mit Ihrer Kranken- oder Pflegeversicherung auf, um die Details zu erfahren.

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