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Ratgeber > Leistungen

Was sind Pflegehilfsmittel und wie hoch ist der Anspruch?

Pflegehilfsmittel sind vor allem technische Hilfen oder Verbrauchsgegenstände, welche während der Pflege benötigt werden oder diese erleichtern. Erfahren Sie in diesem Artikel alles wissenswerte über Pflegehilfsmittel, deren Einsatz sowie die Antragstellung.

pflegehilfsmittel - gehhilfe

Pflegehilfsmittel - Das Wichtigste in Kürze

  • Durch Pflegehilfsmittel soll die Pflege erleichtert, Beschwerden gelindert und die gesellschaftliche Teilhabe von pflegebedürftigen Menschen verbessert werden.
  • Hierunter fallen zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, technische
  • Pflegehilfsmittel und technische Hilfen im Haushalt.
  • Anspruchsberechtigt sind alle pflegebedürftigen Menschen ab einem Pflegegrad 1.
  • Die Kosten für die Verleihung oder Anschaffung können von der Pflegeversicherung getragen bzw. erstattet werden.

Pflegehilfsmittel im Detail

Unter Pflegehilfsmittel (§ 40 SGB XI) werden in der Pflegeversicherung Geräte und Sachmittel für hilfe- und pflegebedürftige Menschen verstanden,

  • die zur Erleichterung der Pflege,
  • zur Linderung von Beschwerden,
  • oder zu einer Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe beitragen.

Grundsätzlich unterschieden werden

  • zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel (z. B. Einmalhandschuhe,
  • Bettschutzeinlagen oder Händedesinfektionsmittel),
  • und technische Pflegehilfsmittel (z. B. ein Pflegebett, ein Rollstuhl oder ein Notrufsystem).

Bei technischen Pflegehilfsmitteln ist neben der Überlassung (z. B. durch Verleihung oder Anschaffung) auch die notwendige Änderung, Instandsetzung, die Ersatzbeschaffung sowie die Ausbildung in ihrem Gebrauch enthalten.

Darüber hinaus können finanzielle Zuschüsse für technische Hilfen im Haushalt gewährt werden (z. B. ein Treppenlift, die Verbreiterung der Türen in der Wohnung oder ein rutschfester Boden), wenn dadurch die häusliche Pflege ermöglicht, erheblich erleichtert oder die eigenständige Lebensführung des hilfe- und pflegebedürftigen Menschen verbessert wird.

Anspruchsberechtigt sind

  • alle hilfe- und pflegebedürftigen Menschen im Sinne der Pflegeversicherung (§ 14 SGB XI),
  • die in der Häuslichkeit gepflegt werden
  • und mindestens einen Pflegegrad 1 haben (§ 15 SGB XI).

Darüber hinaus gilt es allerdings zu prüfen, ob nicht andere Kostenträger wie die Krankenversicherung vorrangig sind.

Leistungsumfang

Für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel steht ein Betrag von bis zu 40 Euro im Monat zur Verfügung, entweder in Form von Auszahlung oder Kostenerstattung.

Bei technischen Pflegehilfsmitteln besteht kein fester Betrag; der Leistungsumfang leitet sich in diesem Fall von dem vorliegenden Bedarf ab. Hierbei gilt allerdings ein Vorrang der Verleihung vor einer Anschaffung.

Die Zuschüsse für die technischen Hilfsmittel im Haushalt können bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme betragen.

Einschränkungen

  • Übersteigen die Kosten für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel den zur Verfügung stehenden Betrag muss die Differenz von den betroffenen Personen selbst getragen werden.
  • Ab der Vollendung des 18. Lebensjahres müssen die betroffenen Personen bei den technischen Pflegehilfsmittel eine Zuzahlung von 10% (maximal jedoch 25 Euro) je Pflegehilfsmittel an die Pflegekasse leisten, solange Sie nicht von einer Zuzahlungspflicht befreit wurden.
  • Für den Fall, dass mehrere hilfe- und pflegebedürftige Personen gemeinsam in einer Wohnung wohnen ist der Betrag für die technischen Hilfsmittel auf insgesamt 16.000 Euro begrenzt, unabhängig von der Anzahl der betreffenden Personen.
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