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Ratgeber > Corona

Pflege zu Zeiten von Corona: Diese Gesetze gelten jetzt

Das Corona-Virus stellt uns alle vor neue Herausforderungen und verlangt pflegenden Angehörigen und Pflegebedürftigen sehr viel ab. Auch die Bundesregierung reagiert aktuell auf die große Belastung der Bevölkerung und passt Budgets für Pflegebedürftige an. Wie die Änderungen aussehen und welche Ansprüche jetzt gelten, haben wir für Sie zusammengefasst.

Neue Pflegeregelungen wegen Corona

  • Erhöhung der monatlichen Pauschale für Pflegehilfsmittel

Vorerst bis zum 30. September 2020 gilt die Erhöhung der Pauschale von 40 auf 60 Euro im Monat. So soll den gestiegenen Preisen für Pflegehilfsmittel wie Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, Masken etc. begegnet werden. Jeder Pflegebedürftige gleich welches Pflegegrades hat Anspruch auf diese Leistung. 

Tipp: Diese Regelung gilt rückwirkend zum 1. April 2020.

  • Monatlicher Entlastungsbetrag kann angespart werden

Der monatliche Entlastungsbetrag von 125 € kann bei Pflegegrad 1 momentan auch für haushaltsnahe Dienstleistungen verwendet werden. Dies gilt befristet bis zum 30. September 2020. 

Für alle Pflegebedürftigen gilt nach dem Zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung: Die bisherige Ansparmöglichkeit von nicht in Anspruch genommenen Entlastungsleistungen wird einmalig um drei Monate verlängert.

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  • Ausdehnung des Pflegeunterstützungsgeldes auf 20 Tage

Das Pflegeunterstützungsgeld kann laut Verbraucherzentrale geltend gemacht werden, “wenn das Coronavirus bei Ihnen einen pflegerischen Versorgungsengpass hervorruft, der nicht anders behoben werden kann. Diese Situation müssen Sie durch eine Bestätigung des behandelnden Arztes oder durch eine Bestätigung der Pflegeeinrichtung nachweisen.” Das sonst nur für 10 Tage geltende Pflegeunterstützungsgeld kann bis zum 30. September auf bis zu 20 Tage ausgedehnt werden. Das Geld für die Arbeitsverhinderung kann auch unter Personen aufgeteilt werden, wenn zum Beispiel Geschwister sich um pflegebedürftige Elternteile kümmern. Die Pflegekasse übernimmt als Pflegeunterstützungsgeld 90 % Ihres ausfallenden Nettogehalts.

Wichtig: Selbst wenn ein Angehöriger seinen Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld bereits genutzt hat, kann er diesen nun abermals geltend machen.

  • Therapieverordnungen sind länger gültig

Bei vielen Rezepten wie für Ernährungstherapie, Physiotherapie, Sprachtherapie, Sprechtherapie, Stimmtherapie, Ergotherapie oder Podologie ist die Befristung um weitere 14 Tage bis zum Behandlungsbeginn erweitert. Außerdem können Termine aufgrund der Corona-Krise pausiert werden, etwa weil kein Therapeut zur Verfügung steht oder der Patient sich mit der Situation unsicher fühlt. Bei bestimmten Behandlungen wie Rehasport wird zeitlich begrenzt auch eine Onlinebehandlung angeboten.

Quellen:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/covid-19-bevoelkerungsschutz-2.html

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/mehr-geld-fuer-pflegartikel/

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/pflege-zu-hause/corona-was-wenn-die-pflege-zu-hause-neu-organisiert-werden-muss-45753

https://www.pflege-durch-angehoerige.de/coronavirus/

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