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Schlaganfall / Apoplex: Anzeichen, Behandlung & Folgen

“Zeit ist Hirn!”, lautet das Motto bei einem Schlaganfall. Jede Minute zählt, um schwerwiegenden Hirnschäden oder einen weiteren Schlaganfall zu verhindern.

Schlaganfall: Definition

Ein Schlaganfall, auch Gehirnschlag oder Apoplex genannt, ist eine akute Durchblutungsstörung des Gehirns (Ischämischer Schlaganfall) oder eine Hirnblutung (Hämorrhagischer Schlaganfall). Als Folge kommt es zu neurologischen Ausfällen, wie zum Beispiel Bewusstseinseintrübung und Lähmungen.

Arten und Ursache eines Schlaganfalls

Wie bereits erwähnt gibt es zwei Arten von Schlaganfällen und somit auch unterschiedliche Ursachen.

Ischämischer Schlaganfall

Diese Art von Schlaganfall wird durch eine Durchblutungsstörung verursacht. Dabei kann ein Blutgerinnsel aus dem Körper eine Hirnarterie verstopfen und es kommt zum Sauerstoffmangel des Gehirns. Eine weitere Ursache für diese Form ist die Arteriosklerose. Dabei wird die Gefäßwand durch Ablagerungen verengt oder verstopft und die Durchblutung des Gehirns ist nicht mehr (ausreichend) möglich.

Hämorrhagischer Schlaganfall

Ein hämorrhagischer Schlaganfall entsteht durch eine Hirnblutung. Die Ursache kann zum Beispiel ein plötzliches Reißen eines Blutgefäßes (Aneurysma) sein. Aneurysmen können bereits angeboren sein oder durch Arteriosklerose geschädigte Gefäße entstehen. Die entstandene Blutung drückt auf das umliegende Hirngewebe und schädigt dieses. Weitere Ursachen für einen hämorrhagischen Schlaganfall sind unter anderem auch durch Unfälle hervorgerufene Blutungen.

Risikofaktoren eines Schlaganfalls

Die wichtigsten Risikofaktoren für eine Durchblutungsstörung im Gehirn sind:

  • niedriger Blutdruck
  • Diabetes
  • Rauchen
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Arteriosklerose
  • Alkohol
  • Übergewicht
  • Vorhofflimmern

Der wichtigste Risikofaktor für einen Schlaganfall durch eine Hirnblutung ist Bluthochdruck. Nicht alle Risikofaktoren lassen sich beeinflussen, dazu zählen auch das Alter und die genetische Veranlagung. Mit steigendem Alter nimmt das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden zu.

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Symptome und Anzeichen eines Schlaganfalls

Mögliche Warnsignale für einen baldigen Schlaganfall sind kurze neurologische Ausfälle, wie zum Beispiel Sehstörungen auf einem Auge, kurzzeitige Lähmungen oder auch Sensibilitätsstörungen. Diese neurologischen Störungen halten höchstens für 24 Stunden an. Sie sollten allerdings ernst genommen und abgeklärt werden.

Typisch für einen Hirnschlag ist das „schlagartige“ Ausfallen von Hirnfunktionen. Je nachdem, welche Hirnarterie betroffen ist, unterscheiden sich auch die Symptome. Allerdings können die Arten eines Schlaganfalls nicht anhand der Symptome unterschieden werden.

Leitsymptome sind:

  • Unvollständige oder vollständige Halbseitenlähmung
  • Halbseitige Gesichtslähmung (herabhängender Mundwinkel und schlaffes Augenlid)
  • Taubheitsgefühl
  • Sensibilitätsstörungen an einer Körperhälfte
  • Sehstörungen
  • Sprach- und Sprechstörungen
  • Plötzlicher Schwindel mit Gangunsicherheit
  • Sehr starke Kopfschmerzen
  • Übelkeit- und Erbrechen

Schlaganfall Diagnose

Jeder Schlaganfall oder Verdacht ist ein Notfall und es sollte schnell gehandelt werden! Bei Verdacht auf einen Apoplex kann der sogenannte FAST-Test als erste Überprüfung durchgeführt werden. Das F steht für “face”, also dem Gesicht. Dafür soll der Betroffene versuchen zu lächeln. Sehen die beiden Gesichtshälften unterschiedlich aus und ein Mundwinkel hängt herab, kann das der erste Hinweis auf einen Schlaganfall sein. Der zweite Buchstabe A, wie “arms”, steht für Arme. Können die beide Arme nicht gleichzeitig nach vorne und mit der Handfläche nach oben ausgestreckt werden, kann es sich um einen weiteren Hinweis handeln. S, wie “speech”, weist auf die Sprache hin. Dabei soll der Betroffene versuchen einen Satz nachzusprechen. Gibt es dabei Probleme, könnte es sich um Sprach- oder Sprechstörungen handeln und ein weiteres Anzeichen sein. Das T steht für “time” und bedeutet, dass jede Minute zählt und schnellstmöglich gehandelt werden muss.

Für die Versorgung von Schlaganfallpatienten gibt es in Krankenhäusern eigene Abteilungen, die sogenannten „Stroke Units“. Für die Diagnosestellung werden neben neurologischen Untersuchungen auch andere Tests durchgeführt. Es erfolgt unter anderem eine Blutuntersuchung, ein EKG, ein CT sowie ein MRT des Gehirns. Vitalwerte, wie Puls, Blutdruck, Temperatur und Atemfrequenz, werden zudem kontinuierlich gemessen und beobachtet.

Behandlung und Reha bei Schlaganfall

Man kann es nicht oft genug erwähnen, denn es zählt jede Minute und der Betroffene sollte so schnell, wie möglich, ärztliche Versorgung erhalten!
Ist die Ursache des Schlaganfalls ein Blutgerinnsel, muss dieses wieder aufgelöst werden. Das geschieht durch Medikamente oder durch eine mechanische Entfernung.
Bei kleinen Hirnblutungen reicht häufig schon die Bettruhe aus. Zusätzlich müssen alle Tätigkeiten, die den Hirndruck erhöhen, vermieden werden. Handelt es sich aber um eine größere Blutung muss eine Operation durchgeführt werden. Neben der Beseitigung der Gefäßverschlüsse, werden auch die Vitalparameter stabilisiert und durch blutverdünnende Medikamente verhindert, dass es zu einem weiteren Apoplex kommt.

Durch Rehabilitation sollen Betroffene wieder dazu befähigt werden, ihren Alltag soweit wie möglich, selbstständig zu bewältigen. Darunter sind die selbstständige Körperpflege, das Anziehen und das Kochen zu verstehen. Die Reha kann stationär oder ambulant erfolgen. Die Therapien werden von einem interdisziplinären Team individuell an die vorhandenen Einschränkungen angepasst.

Schlaganfall: Mögliche Folgen

Welche bleibenden Folgeschäden ein Schlaganfall mit sich bringt, hängt vom betroffenen Hirnareal sowie dem Schweregrad ab. Diese Schäden können große Auswirkungen für das Leben des Betroffenen haben und auch maßgeblich den gewohnten Alltag einschränken. Folgeschäden können sein:

  • Bewegungseinschränkungen: Von leichten Gangunsicherheiten bis hin zu Lähmungen, welche nicht nur Arme und Beine betreffen können, sondern auch das Gesicht und somit das Sprechen, Schlucken und Essen.
  • Neglect: Damit wird eine Aufmerksamkeitsstörung bezeichnet. Betroffene vernachlässigen ihre betroffene Körperhälfte sowie auch das Umfeld auf dieser Seite. Es scheint so, als würde diese Seite nicht existieren.
  • Sprach- und Sprechstörungen: Bei einer Sprachstörung ist der gedankliche Aufbau der Sprache gestört. Betroffenen fällt es schwer ihre Gedanken auszudrücken und Gesagtes zu verstehen. Im Gegensatz dazu liegt die Ursache einer Sprechstörung in der Motorik. Das Sprechen wirkt monoton, abgehackt, überschlagend oder sehr langsam.
  • Schluckstörungen: Betroffenen haben Schwierigkeiten Nahrung oder Flüssigkeiten im Mund zu behalten, sowie zu kauen und zu schlucken. Es besteht die Gefahr sich zu Verschlucken oder dass Nahrungsstücke in die Lunge geraten und eine Lungenentzündung verursachen. Durch die schwierige Nahrungsaufnahme kann es zudem zu Mangelernährung oder einem Flüssigkeitsdefizit kommen.
  • Sehstörungen: Je nach Schweregrad der Schädigung können größere oder kleinere Bereiche des Sichtfeldes betroffen sein. Viele Patienten leiden auch an einem Tunnelblick, bei dem die Ränder des Sichtfeldes verdunkelt sind.
  • Weitere Folgen: Gedächtnisstörung, Persönlichkeitsveränderungen, Schwindel, Inkontinenz, usw.
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