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Ratgeber > Krankheitsbilder

Was ist Demenz?

Senior Lächeln

Das Wichtigste in Kürze

  • „Demenz“ ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Erkrankungen mit einer längerfristigen Störung verschiedener geistiger Leistungen.
  • Die meisten Betroffenen leiden unter der Alzheimer-Krankheit.
  • Die Wahrscheinlichkeit an einer Demenz zu erkranken, steigt mit dem Alter an.
  • Die meisten erkrankten Personen sind über 80 Jahre alt und mehr als zwei Drittel sind Frauen.
  • Das bekannteste Symptom der Demenz ist die Störung des Gedächtnisses.
  • Mit Fortschreiten der Erkrankung kann die selbstständige Lebensführung so weit eingeschränkt sein, dass eine stationäre Unterbringung erforderlich ist.

Was ist Demenz?

Demenz ist der Oberbegriff für verschiedene Krankheiten. Er beschreibt längerfristige Störungen verschiedener geistiger Leistungen, die über das normale Maß der Altersveränderungen hinausgehen. Betroffene können Probleme haben sich zu erinnern, zu denken, sich zu orientieren oder Denkinhalte miteinander zu verknüpfen. Die Einschränkungen führen im Verlauf der Erkrankung dazu, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig ausgeführt werden können.

Welche Arten der Demenz gibt es?

Am häufigsten verbreitet ist die Alzheimer-Krankheit. Ebenfalls stark verbreitet sind vaskuläre Demenzen. Bei einer vaskulären Demenz sterben in Folge von Durchblutungsstörungen im Gehirn Nervenzellen ab.Die Alzheimer-Krankheit ist hingegen davon gekennzeichnet, dass es zu typischen Ablagerungen im Gehirn kommt. Obwohl Alzheimer und Demenz von vielen für die gleiche Krankheit gehalten wird, ist Alzheimer eigentlich nur eine Form der Demenz. Die Symptome hierbei sind typisch für unterschiedliche der Demenzformen. Demenzen werden in primäre und sekundäre Formen unterschieden. Bei primären Demenzformen ist der Auslöser für die Erkrankung im Gehirn der betroffenen Person zu finden. Sie sind nicht heilbar. Unter sekundären Demenzformen werden Demenzen verstanden, die aufgrund einer organischen Ursache wie beispielsweise Stoffwechselerkrankungen entstehen. Wenn die auslösende Krankheit behandelt wird, können sich auch die Symptome der Demenz bessern oder vollständig zurückbilden.

Welche Auswirkungen hat eine Demenz?

Die auftretenden Symptome sind abhängig davon, welche Region des Gehirns betroffen ist und wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Störungen des Gedächtnisses sind das wesentliche Kennzeichen einer Demenz. Zudem können die Orientierung, die Merkfähigkeit und die Konzentration gestört sein. Hinzu kommen können Störungen der Sprache (Aphasien) und Störungen in der Ausführung willkürlicher und zielgerichteter Handlungen (Apraxie). “Herausfordernde Verhaltensweisen“ wie Rufen, Umherwandern oder unangemessenes Entkleiden, können zunehmen, wenn die Demenz fortschreitet. Im späteren Stadium der Erkrankung kann die Fähigkeit zur eigenständigen Lebensführung so weit eingeschränkt sein, dass die Betroffenen auf professionelle Pflege angewiesen sind oder in eine stationäre Pflegeeinrichtung umziehen müssen.

Wie kann ich eine Demenz verhindern?

Es gibt viele Dinge, die bewirken können, dass eine Demenz später oder gar nicht im Lebenslauf eintritt. Eine Garantie gibt es allerdings nicht. Zu den wichtigsten vorbeugenden Faktoren gehören körperliche und geistige Aktivität, eine gesunde Ernährungsweise und das Behandeln bestehender Grunderkrankungen wie z.B. Bluthochdruck. Pauschal kann gesagt werden, dass alle Dinge dem Gehirn gut tun, die auch dem Herz gut tun.

Was kann ich tun?

Sollte eine Demenz bei einer angehörigen Person auftreten, sollten sie vor allem Ruhe bewahren. Stress und Unruhe tun Ihnen und der betroffenen Person nicht gut. Nehmen Sie die Person mit ihren Veränderungen an. Besonders dann, wenn es Ihnen schwer fällt. Versuchen Sie sich in die Person hineinzuversetzen und möglichst in alle Abläufe des täglichen Lebens einzubeziehen. Menschen mit Demenz brauchen einen Rahmen, in dem sie sich bewegen können und der sie führt. Vermeiden Sie Auseinandersetzung und Diskussionen, die die Welt zerstören, in der sich die Person mit Demenz befindet.

An wen kann ich mich wenden?

Kommt es zum Verdacht einer Demenz, ist in der Regel der Hausarzt der erste Ansprechpartner, wenn es darum geht eine Erklärung für die auftretenden Schwierigkeiten zu finden und weitere Schritte einzuleiten. In vielen Städten gibt es zudem mittlerweile Einrichtungen, die auf die Diagnose und Therapie von Demenz-Krankheiten spezialisiert sind. Diese werden z.B. Gedächtnis-Sprechstunden, Gedächtnis-Ambulanzen oder Memory-Kliniken genannt. Wichtige Anlaufstellen für die Angehörigen sind die lokalen Alzheimer-Gesellschaften.

Careship-Tip

  • Informieren Sie sich! Bei den Alzheimer-Gesellschaften erhalten Sie kompetente, kostenlose und anonyme Beratung zum Thema Demenz: Alzheimer Gesellschaft Berlin
  • Suchen Sie Rat! Lassen Sie sich zu Ihrem Leistungsanspruch und den verschiedenen Leistungen der Pflegeversicherung beraten z.B. beim Pflegestützpunkt Berlin, Compass Pflegeberatung oder einem anderen Anbieter.
  • Gönnen Sie sich eine Auszeit und entlasten Sie sich stundenweise durch ehrenamtliche Hilfen! Beratung und Unterstützung erhalten Sie bei einem Pflegestützpunkt oder durch die Pflegeberatung.
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