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Verhinderungspflege - Entlastung für pflegende Angehörige


Verhinderungspflege ist eine Leistung der Pflegeversicherung und dient vor allem der Entlastung von pflegenden Angehörigen. Ziel der Verhinderungspflege ist es die pflegenden Angehörigen zu entlasten und Ihnen eine Möglichkeit zu bieten neue Kraft zu tanken. Hier erfahren Sie alles wichtige zu diesem Thema und wie Sie die Verhinderungspflege für sich nutzen können.

Verhinderungspflege - Das Wichtigste in Kürze

  • In Kombination mit der Kurzzeitpflege können bis zu 2.418 Euro im Jahr in Anspruch genommen werden.
  • Durch die Verhinderungspflege werden die Pflege und Betreuung in der Häuslichkeit sichergestellt und pflegende Angehörige entlastet.
  • Anspruchsberechtigt sind pflegebedürftige Menschen ab einem Pflegegrad 2.
  • Die entstehenden Kosten werden durch die Pflegekasse erstattet.
  • Bei der stundenweisen Verhinderungspflege wird das Pflegegeld in voller Höhe weiterbezahlt.

So sichern Sie sich Ihren Anspruch von bis zu 2.418 Euro im Jahr

Careship kann Ihnen sowohl bei der Antragsstellung als auch bei der Suche nach der passendsten Betreuungskraft helfen. Vereinbaren Sie dazu einfach ein unverbindliches Beratungsgespräch oder rufen Sie uns an.

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Verhinderungspflege im Detail

Rechtlicher Rahmen

Die Verhinderungspflege (§ 39 SGB XI) wurde eingeführt, damit die häusliche Pflege und Betreuung auch dann sichergestellt ist, wenn die Pflegeperson aus einem wichtigen Grund verhindert ist.

Pflegende Angehörige erhalten dadurch die Möglichkeit ihrem Alltag nachzugehen – und ihr Privatleben besser mit der Pflege zu vereinen. Darüber hinaus kann der Betrag auch für spezielle Förderungsangebote – z. B. Alltagsgestaltung – verwendet werden.

Leistungserbringung

Die Leistungserbringung erfolgt durch selbst beschaffte Pflegeersatzpersonen, die beispielsweise über Careship gebucht werden können.

Anspruchsvoraussetzungen

Wenn die Pflegeperson, die die häusliche Pflege und Betreuung sicherstellt, aus einem wichtigen Grund verhindert ist, kann eine Ersatzpflegeperson beschafft werden. Die angefallen Kosten werden nach dem Einreichen eines Nachweises durch die Pflegeversicherung erstattet.

Bei der Pflegeperson kann es sich um einen Familienangehörigen, einen Nachbarn oder auch eine ehrenamtliche Personen handeln. In der Regel ist es die Person, die das Pflegegeld erhält. Ein wichtiger Grund könnte beispielsweise Urlaub, Arbeit oder ein privater Termin sein.

Anspruchsberechtigt sind

  • alle hilfe- und pflegebedürftigen Personen im Sinne der Pflegeversicherung (§ 14 SGB XI),
  • die seit mindestens sechs Monaten durch eine private Pflegeperson in der Häuslichkeit gepflegt werden
  • und mindestens einen Pflegegrad 2 haben (§ 15 SGB XI),
  • wobei für das Erfüllen der Mindestpflegezeit von 6 Monaten der Pflegegrad 1 genügt.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass die private Pflegeperson die Pflege und Betreuung für mindestens 10 Stunden in der Woche auf mindestens zwei Tage verteilt wahrnimmt.

Leistungsumfang

Der Betrag der Verhinderungspflege ist für alle Pflegegrade gleich. Grundsätzlich können für die Verhinderungspflege Leistungen für bis zu 1.612 Euro im Jahr in Anspruch genommen werden.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit diesen Betrag um bis zu 806 Euro aus dem Budget für die Kurzzeitpflege aufzustocken. Damit steht für die Verhinderungspflege ein Satz von bis zu 2.418 Euro im Jahr zur Verfügung.

  • Die Verhinderungspflege kann tageweise und stundenweise erfolgen
    Bei der tageweisen Verhinderungspflege ist der Leistungsanspruch auf maximal sechs Wochen pro Jahr begrenzt.
  • Die stundenweise Verhinderungspflege ist dagegen nicht auf einen bestimmten Stundensatz beschränkt.

 

Tabelle zur Verhinderungspflege

Ein einfaches Rechenbeispiel

Angenommen Sie haben einen Anspruch auf Verhinderungspflege, dann würden Ihnen bis zu 1.612 Euro im Jahr zur Verfügung stehen.

Wenn Sie diesen Betrag nun mit den bis zu 809 Euro aus dem Budget der Kurzzeitpflege aufstocken würden, hätten Sie bis zu 2.418 Euro im Jahr zur Verfügung.

Damit könnten Sie – bei einem angenommenen Preis von 15 Euro pro Stunde – bis zu 3 Stunden pro Woche an Alltagsgestaltung über Careship finanzieren.

Abrechnung

Um die stundenweise Verhinderungspflege nutzen zu können muss ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden. Die durch die Ersatzpflegeperson angefallen Kosten können anschließend durch die Einreichung eines Nachweises von der Pflegekasse erstattet werden.

Damit Sie keinen zusätzlichen Aufwand haben übernimmt Careship die komplette
Abrechnung und Koordination mit Ihrer Pflegekasse, sodass Sie sich hierbei um nichts kümmern müssen.

Verhältnis zum Pflegegeld

Die Verhinderungspflege kann sich allerdings auf das Pflegegeld auswirken. Bei der tageweisen Verhinderungspflege wird das Pflegegeld nur für bis zu vier Wochen im Jahr mit der Hälfte des Betrages ausbezahlt.

Bei der stundenweisen Verhinderungspflege dagegen wird das Pflegegeld nicht berührt und in voller Höhe weiterbezahlt. Dies gilt in gleicherweise bei gleichzeitigem Bezug von Pflegegeld und Pflegesachleistung (Kombinationsleistung).

Quellenangaben
Das Elfte Buch Sozialgesetzbuch – Soziale Pflegeversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes vom 26. Mai 1994, BGBl. I S. 1014, 1015), das durch Artikel 10 des Gesetzes vom 23.

Dezember 2016 (BGBl. I S. 3234) geändert worden ist

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