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Medizinische Behandlungspflege

Medizinische Behandlungspflege wird von ambulanten Pflegediensten als Teil der häuslichen Krankenpflege erbracht und durch die Krankenversicherung finanziert. Doch was genau versteht man unter dem Begriff, wer übernimmt die Kosten für diese Form der Behandlung und welche Vorteile bietet sie? Erfahren Sie in diesem Artikel alles wissenswerte rund um das Thema der medizinischen Behandlungspflege.

Was versteht man unter medizinischer Behandlungspflege?

Die medizinische Behandlungspflege bezeichnet die Durchführung von medizinischen Tätigkeiten, die von einem Arzt angeordnet wurden und von professionellen Pflegekräften übernommen werden. Hierzu gehören, unter anderem, die Verabreichung von Medikamenten, Wundbehandlungen, Blutdruck- und Blutzuckermessungen, Injektionen von z.B. Insulin und viel mehr.

Das Ziel der medizinischen Behandlungspflege ist Erkrankungen zu heilen bzw. ein Fortschreiten zu verhindern sowie Beschwerden, die mit dem Krankheitsverlauf einhergehen, zu reduzieren.

In welchen Fällen wird medizinische Behandlungspflege vom Arzt verordnet?

Ein Anspruch auf medizinische Behandlungspflege besteht, wenn eine stationäre Krankenhausbehandlung durch medizinische Versorgung in den eigenen Häuslichkeiten vermieden bzw. verkürzt werden kann (Krankenhausvermeidungspflege).

Außerdem besteht Anspruch im Fall, dass eine medizinische Behandlung zu Hause als Voraussetzung für eine weitere ärztliche Behandlung notwendig ist. Hier ist die häusliche Versorgung als Teil des ärztlichen Behandlungsplanes zu verstehen. Man spricht von der sogenannten Sicherungspflege.

Darüber hinaus eignet sich die medizinische Behandlungspflege insbesondere für Menschen, die palliative Pflege benötigen, z.B. wenn künstliche Ernährung in Form von Infusionen erfolgt oder eine intravenöse Schmerztherapie über einen Port stattfindet.

Welche Vorteile birgt die medizinische Behandlungspflege für Betroffene und deren Angehörige?

Durch medizinische Behandlungspflege können pflegebedürftige Menschen ihre medizinische Therapie im eigenen Hause erhalten und müssen so nicht täglich eine Arztpraxis oder ein medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) aufsuchen.

Dadurch kann die medizinische und pflegerische Versorgung besser an den Wünschen und Bedürfnissen der Pflegebedürftigen orientiert werden. Unnötige Wegezeiten fallen somit weg, was zu einer Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlbefindens der Betroffenen und ihrer Angehörigen beitragen kann. Weiterhin können pflegende Angehörige wertvolle Fachinformationen von professionellen Pflegekräften erhalten.

Art, Dauer und Kostenübernahme

Die Kosten für die medizinische Behandlungspflege werden durch die Krankenversicherung getragen, wenn diese aus medizinischer Sicht notwendig ist. Das heißt diese Form der Versorgung kann zusätzlich zu den Leistungen der Pflegeversicherung bezogen werden.

Die Dauer der Verordnung ist jedoch zeitlich begrenzt. Die sogenannte Erstversorgung kann für einen Zeitraum von 14 Tagen in Anspruch genommen werden. Darüber hinausgehende ärztliche Verordnungen orientieren sich an der gesundheitlichen Verfassung des Patienten und müssen vom behandelnden Arzt begründet werden.  

Im Fall der Krankenhausverhinderungspflege kann die medizinische Versorgung für bis zu vier Wochen beansprucht werden. Sollte der Bedarf an medizinischer Unterstützung diesen Zeitraum überdauern, kann der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) kontaktiert und ggf. ein Pflegegrad beantragt werden.

Die ärztlichen Verordnungen können von der pflegebedürftigen Person oder einem Angehörigen beim beauftragten ambulanten Pflegedienst eingereicht werden. Dieser rechnet die erbrachten Leistungen dann direkt mit der gesetzlichen Krankenkasse ab.

Careship-Tipp

Nutzen Sie zusätzlich zur medizinischen Behandlungspflege weitere Unterstützungsangebote für Senioren, wie beispielsweise die stundenweise Alltagsbegleitung. Diese umfasst Leistungen wie Hilfe im Haushalt, Begleitdienste (zum Beispiel zum Arzt) oder Gesellschaft leisten. Careship bietet Ihnen hier individuelle und persönliche Unterstützung direkt aus der Nachbarschaft.

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Fazit

Die medizinische Behandlungspflege ermöglicht es pflegebedürftigen Menschen die benötigten Versorgungsleistungen im eigenen Zuhause zu erhalten. Dadurch lassen sich Arzt- und Krankenhausbesuche vermeiden beziehungsweise verkürzen.

Lassen Sie sich zu Ihrem individuellen Bedarf an medizinischen Leistungen beraten und nutzen Sie so die Vorteile der medizinischen Behandlungspflege. Informationen hierzu finden Sie beispielsweise bei der Weißen Liste (https://www.weisse-liste.de). Berücksichtigen Sie darüber hinaus auch ergänzende Angebote wie die stundenweise Betreuung.

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