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5 Ideen und Tipps für die Freizeitgestaltung mit Senioren

mobile Frau im Rollstuhl im Freien

Nach Jahrzehnten der Arbeit winken im Ruhestand die Rente und Zeit für Schönes. Wer sich noch dazu über eine gute Gesundheit freuen kann, hat gleich den doppelten Jackpot geknackt, oder? Diese neue Freiheit fällt allerdings nicht jedem leicht, denn nicht selten schlägt sie in Langeweile und Frust um. Der neue Lebensabschnitt möchte also gestaltet werden. Als Angehöriger oder Begleiter von Personen höheren Alters, die vielleicht sogar pflegebedürftig sind, tragen Sie hier eine wertvolle Verantwortung. Sie können für frische Impulse sorgen, Vorschläge unterbreiten, neue Routinen auf den Weg bringen, Interessen entzünden oder für Unterhaltung, aber auch für Entspannung und Ausgeglichenheit sorgen. Um Ihnen all das etwas zu erleichtern, haben wir Ihnen eine Liste bewährter Aktivitäten und origineller Ideen zusammengestellt.

1) Waldbaden: Mit geschärften Sinnen in die Natur eintachen

Einfach mal Lärm und Hektik hinter sich lassen und ins frische Grün entfliehen; den Tieren  lauschen, die verschiedenen Gerüche bewusst wahrnehmen und den Geist wandern lassen. Waldbaden macht es möglich, und erfreut sich deshalb in den Vorstädten unseres Landes wachsender Beliebtheit. Die Japaner nennen das “Shinrinyoku”, also Waldbaden. Den ätherischen Ölen und Düften, die der Wald verströmt, wird viel Gutes nachgesagt. In der Luft des Waldes befinden sich sogenannte “Terpene”, also chemische Verbindungen, die das Immunsystem stärken und dabei sogar schweren Krankheiten wie Krebs den Kampf ansagen. Auch ist der Wald ein Hafen für all jene, die mit starker Angst, Stress und Wut zu kämpfen haben. Ob zu Fuß oder im Rollstuhl auf wegsamen Gelände: Der Wald bietet Ihnen und Ihrem Angehörigen einen Rückzugsort, um in Ruhe Kraft zu tanken und die gemeinsame Zeit zu genießen.

2) Zeit für junges Gemüse: Beete bauen und Ernten einfahren

Gemüse und Kräuter anzubauen ist ein schöner Zeitvertreib an der frischen Luft, der noch dazu langfristig für getane Arbeit belohnt. Ganz egal ob auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten: Wo Licht, Luft und Platz ist, können Sie Ihren grünen Daumen ausleben. Wer vergeblich nach einem Sonnenplatz sucht, kann auch einfach auf  Kräuter und Gemüsepflanzen zurückgreifen, die im Schatten gedeihen; Zitronenmelisse und Feldsalat zum Beispiel. Die Liste von Pflanzen hingegen, die sich in der Sonne und im Halbschatten pudelwohl fühlen, ist sehr lang. Erkundigen Sie sich gemeinsam im Internet oder stöbern Sie durch entsprechende Bücher. Es ist ein Projekt mit vielen Facetten, an dem Sie lange Freude haben werden und das noch dazu ganz unverkrampft zum Plaudern einlädt.

3) Auf die Kinosessel, fertig, los: Silberfilme finden und genießen

Obwohl die Liebe zum Film kein Alter kennt und sich gemeinsame Filmabende oder -nachmittage somit immer anbieten, wird der Gang ins lokale Kino im Alter sicherlich nicht leichter. Langes Sitzen, enge Reihen, dunkle Gänge und überlaute Tonspuren lassen viele Abwinken, wenn es um den nächsten Kinobesuch geht. Mehr und mehr Kinos nehmen das zum Anlass, gekonnt auf die veränderten Bedürfnisse dieser Zuschauergruppe einzugehen. Zum Beispiel unter dem Label “Silberfilm” finden Sie landesweit Kinos, die spezielle Filmabende in angenehmer Atmosphäre anbieten. Hierbei wird darauf geachtet, dass stets etwas Licht im Saal brennt, der Ton sanft ausgespielt wird und es interessante Filme mit ruhigen Szenenwechseln auf die Leinwand schaffen. Personen mit Pflegebedarf erhalten in der Regel kostenlose Tickets für die betreuende Person, und wenn einmal der Saal während der Vorstellung verlassen werden muss, ist das ganz unkompliziert und ohne genervte Blicke möglich. Dieses sensible und stimmungsvolle Format bietet sich daher auch sehr gut für Personen mit Demenz an.

Nehmen Sie sich für alle Aktivitäten die nötige Zeit und Ruhe. Letztlich ist es fast egal, womit genau Sie die Zeit verbringen, solange Sie es gemeinsam, ohne Eile und mit Freude tun. Genießen Sie einfach das Beisammensein.

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4) Der gute alte Brief: Kleine Schätze für die Lieben versenden

Vor gar nicht allzu langer Zeit regierten Briefe die Welt der Kommunikation. Man hat sich hingesetzt, überlegt, was es genau zu sagen gibt, und es anschließend in schöne Worte verpackt. Heute haben Telefone, E-Mails und Nachrichtendienste den Brief weitestgehend ersetzt. Wer schreibt heute schon noch Briefe? Meistens nur das Finanzamt – und die Großeltern zu besonderen Anlässen. Dabei ist es eine so schöne Sache! Briefe sind toll und zaubern dem Empfänger immer wieder ein breites Lächeln ins Gesicht. Briefe sind nicht praktikabel, aber darum geht es auch nicht. Diese Art der Kommunikation schafft ein ganz besonderes Band zwischen Sender und Empfänger und daher lohnt es sich, zurück an die Schreibtische zu gehen. Wenn Sie eine ältere Person betreuen, die Probleme beim Sehen hat oder den Stift nicht mehr so richtig halten kann, dann machen Sie doch einfach eine gemeinsame Tätigkeit daraus. Der eine erzählt, der andere schreibt, und ab geht die Post. Ganz nebenher erfahren Sie vielleicht selbst viel Neues und finden gute Aufhänger für spannende Gespräche miteinander. Noch dazu werden Kontakte gepflegt, die Sie vielleicht andernfalls vernachlässigt hätten. Ein Gewinn auf ganzer Linie also.

5) Jede Zeit ist Kuchenzeit: Schöne Cafés und Nachbarschafts-Treffen finden

Wer nicht mehr so mobil ist, verbringt zwangsläufig viel Zeit zu Hause. Betreuer und familiärer Besuch können daher für eine willkommene Abwechslung sorgen, indem Sie das Treffen in ein Café verlagern und dabei auch die Hin- und Heimfahrt übernehmen. Kuchen kommt doch eigentlich immer gut an, und natürlich bieten Cafés heutzutage noch viele weitere Köstlichkeiten. Da ist sicherlich für jeden etwas dabei. Sie können den gemeinsamen Café-Besuch auch dazu nutzen, das Personal über mögliche Besonderheiten, Intoleranzen und Allergien Ihres Angehörigen zu informieren. Sollte dieser später einmal allein zum Café ums Eck gehen, ist das Personal idealerweise schon sensibilisiert. Vielleicht finden Sie sogar einen schönen Nachbarschaftstreff, in dem sich auch die älteren Nachbarn regelmäßig zusammenfinden und ins Gespräch kommen.

Es gibt so vieles mehr, das die gemeinsamen Nachmittage oder Wochenenden kurzweilig und amüsant machen kann. Töpferkurse, gemeinsam die aktuelle Zeitung unter die Lupe nehmen, Entspannungsübungen, das Erstellen und Gestalten von Familien- und Urlaubsalben, die Kunst der verschiedensten Handarbeiten kennenlernen und sich daran versuchen etc. — Die Liste ließe sich lange fortführen. Wir hoffen, wir konnten ein paar Anreize schaffen und bei Ihnen sprudeln bald schon die Ideen.

Bei Careship finden Sie flexibel buchbare Alltagshilfen und Seniorenbegleitung.

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