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Wenn das Zuhause mitdenkt: Länger selbständig leben dank einer intelligenten Wohnung

Bleiben, wo es am Schönsten ist: Auf diesem Prinzip fußt das sogenannte AAL-Design. AAL steht für das englischsprachige Konzept Ambient Assisted Living und lässt sich etwas sperrig mit “umgebungsunterstützendem Design” ins Deutsche übersetzen. Kurzum: Umgebungen, die mitdenken. Vor allem für die Pflege zu Hause und für das selbständige Leben im Alter wird verstärkt auf innovative AAL-Lösungen gesetzt. Schon kleinere Ergänzungen und Veränderungen können den Alltag in den eigenen vier Wänden erheblich erleichtern. Das Beste ist: AAL-Lösungen können ganz ohne kostspielige und aufwändige Umbauten installiert werden. Allerdings kennen nur die wenigsten die breite AAL-Produktpalette. Deshalb möchte wir Sie heute auf einen kleinen Rundgang mitnehmen. Gemeinsam schlendern wir durch Ihre fiktionale Wohnung und schauen uns an, was AAL alles kann und könnte. Hierbei stellen wir verschiedene Instrumente und Dienste vor, die das Leben und Pflegen in der eigenen Wohnung komfortabler und sicherer machen.

Es klingelt an der Tür, es blinken die Schalter

Wir stehen vor Ihrer Haustür und klingeln. Sie jedoch schauen sich gerade Ihre Lieblingssendung im Fernseher an, und die Lautstärke des Fernsehers übertönt die Klingel dabei deutlich. Sie sind clever und kennen das Problem. Daher haben Sie sich schon vor einiger Zeit einen optischen Klingelverstärker neben dem Fernseher installieren lassen. Dieser blinkt also immer dann auf, wenn es an Ihrer Haus- oder Wohnungstür läutet. Seither verpassen Sie keinen Besuch mehr: Ihr Nachbar muss nicht mehr lautstark an der Tür klopfen, der Lieferdienst zieht nicht mehr frustriert mitsamt Ihres Paketes davon und Ihre Familie verbringt den Vormittag nicht mehr unter Ihrem Fenster, um sich bei Ihnen Gehör zu verschaffen.

Gemütlich ist es bei Ihnen!

Während wir an der Tür auf Sie warten, fällt unser Blick auf Ihr prachtvolles Tulpenbeet. Die Gartenbewässerung läuft mittlerweile ganz automatisch; jeden Morgen um 7 Uhr werden die Blumen für eine Stunde sachte bewässert. Ist die Saison vorbei oder bepflanzen Sie das Beet mit anderen Pflanzen, können Sie die Bewässerungszeiten und -mengen ganz einfach neu einstellen. Dafür haben Sie ein kleines Modul im Flur installieren lassen. Auf einem Bildschirm sind Ihre möglichen Steuerungsoptionen selbsterklärend und unkompliziert dargestellt. Lächelnd öffnen Sie uns nun die Haustür.

Zur Freude haben Sie allen Grund, denn seit geraumer Zeit schon ist es weder zu heiß noch zu kalt in Ihrer Wohnung. Je nach Außentemperatur und Ihren eigenen Vorlieben, regelt sich die Temperatur bei Ihnen zu Hause von ganz allein. Die entsprechenden Einstellungen haben Sie gemeinsam mit einem Techniker vorgenommen, als Ihr Schaltmodul im Flur installiert worden ist. Am wohlsten fühlen Sie sich bei 23 Grad, abends darf es ruhig etwas wärmer sein. Jetzt gerade aber ist es noch früh am Morgen, die Sonne scheint durch Ihr großes Fenster im Flur und daher hat die Heizanlage erst einmal Pause. Energieeffizient.

Auch die Lichter haben sich vollautomatisch gedimmt. Das helle Tageslicht macht sie überflüssig. Allein auf einem kleinen Tisch im Flur leuchtet ein Lämpchen: Für’s Ambiente. Aber nicht nur das: Das Lämpchen signalisiert Ihnen, dass Sie Post im Briefkasten haben. Praktisch! Begeistert treten wir ein. Während Sie uns noch herzlich begrüßen, fällt hinter uns ganz automatisch die Wohnungstür leise ins Schloss.

In der Luft liegt der Duft frisch gebackenen Schokoladenkuchens. Seit Sie Herd und Ofen mit einer Brandfrüherkennung ausgestattet haben, schalten sich Ihre Küchengeräte von ganz allein ab, wenn es zu brenzlig wird. Auf diese Weise beugen Sie nicht nur großen Dramen vor, sondern auch kleinen Ärgernissen – wie verbranntem Schokoladenkuchen.

Auf geht's in die intelligente Küche

Gemeinsam folgen wir dem Duft des Kuchens in die Küche. Schön haben Sie es hier. Auf den ersten Blick bleiben uns die Raffinessen Ihrer Einrichtung noch verborgen. Ganz dezent platziert findet sich sich zum Beispiel ein kleiner Lautsprecher in der Ecke. Eine angenehme Stimme erinnert Sie jeden Morgen um 9 Uhr an die Einnahme Ihrer Medikamente. Da Sie davon verschiedene einnehmen müssen, informiert Sie der Lautsprecher auf Wunsch und Knopfdruck auch über die jeweiligen Mengen und die Art der Medikamente. Das hat schon so manches Unglück vereitelt.

Nun ist es aber erst einmal Zeit für Kaffee. Aufmerksam wie Sie sind, bieten Sie uns natürlich Milch zum Kaffee an und holen diese aus dem Kühlschrank. Viel ist nicht mehr im Karton, aber Nachschub naht. Zumindest steht Milch auf Ihrer digitalen Einkaufsliste. Sie erzählen uns, dass Sie bestimmte Dinge immer Haus haben. Brot, Milch, Eier, Wasser, Butter, Äpfel, Tomaten und Bananen gehören dazu. Fehlt eines dieser Produkte in Ihrem Kühlschrank bzw. der Gemüsebox, erkennt das der im Kühlschrank installierte Scanner. Und ehe man sich versieht, erscheinen die jeweiligen Lebensmittel auf der Liste an der Kühlschranktür. Einmal die Woche sendet Ihr Kühlschrank diese Liste an den Kundenservice Ihres Supermarktes.

Einen Tag später steht ein freundlicher Lieferant vor der Tür und bringt den gewünschten Nachschub. Die Zahlung funktioniert bargeldlos über die hinterlegten Kreditkartendaten. Ihnen spielt dieser gut orchestrierte Service sehr in die Karten, da Sie Schwierigkeiten beim Laufen und Tragen haben. Manchmal aber, wenn es Ihnen gut geht, schalten Sie einfach alles ab und übernehmen selbst das Kommando. Das ist auch mal ganz erfrischend. Mit einem dumpfen Piepton macht der Kühlschrank uns darauf aufmerksam, dass dessen Tür noch offensteht. Da wir ins Gespräch vertieft sind und nicht reagieren, schließt er sich kurz darauf automatisch. Somit geht die wertvolle Kälte nicht länger verloren, das Licht im Inneren erlischt und kein Strom wird verschwendet.

Wenn Sie den Einkauf wieder selbst in die Hand nehmen wollen, haben wir bei Careship den passenden Begleiter für Sie.

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Ihr Badezimmer der neuen Generation

Sie wollen uns Ihr Badezimmer zeigen. Gerade verlassen wir die Küche, da ertönt es wohlwollend aus dem Eck-Lautsprecher: “Zeit für ein Glas Wasser. Haben Sie Durst?”. Wir hatten ein Glas Wasser zum Kaffee, daher lehnen wir dankend ab, indem wir die Stimme einfach ignorieren. Elektrische Geräte sind zum Glück nie eingeschnappt.  Sie haben vor einigen Wochen festgelegt, dass der Lautsprecher Sie alle zwei Stunden ans Trinken erinnern soll, denn für gewöhnlich verspüren Sie weder Durst, noch große Lust zu trinken. Damit Sie dennoch auf Ihre täglichen Gläser kommen, haben Sie eingelenkt und spielen das Spiel nun gern mit. Seither fühlen Sie sich deutlich wacher und klarer, lassen Sie uns wissen.

Im Badezimmer angekommen, fällt uns erst einmal nichts Besonderes auf. Sie zeigen auf die Fliesen zu unseren Füßen. Als Sie im vergangenen Jahr beim Verlassen der Dusche stark gestürzt sind, haben Sie den Boden Ihres Bades mit Sensormatten versehen lassen. Diese liegen auf den Fliesen und sind stolperfest ineinander gesteckt. Sollten Sie erneut stürzen und ggf. liegenbleiben, erkennen das die Matten und senden ein Notrufsignal an den Notdienst in Ihrer Nachbarschaft. Innerhalb weniger Minuten ist dann jemand bei Ihnen. Auch Ihr Nachbar erhält in dem Falle ein Signal und kann Ihnen Dank des Zweitschlüssels schnell zur Hilfe eilen. Sie wohnen allein in der Wohnung und fühlen sich mit dieser Vorrichtung viel sicherer als vorher. Im Idealfall aber bleibt diese Erfindung hoffentlich ungenutzt. Sollten Sie in einem der anderen Räume oder im Garten stürzen, registriert Ihr Sensor-Armband das und setzt den gleichen Vorgang in Kraft. Da Sie dieses aber nicht immer tragen wollen, sind Sie im Badezimmer auf Nummer sicher gegangen. Hier schlummern für Sie die größten Gefahrenquellen, wie Sie uns mitteilen.

Gefallen Ihnen einige technische Raffinessen, die wir vorgestellt haben? Wir verfolgen alle technischen Neuigkeiten und möchten unsere Funde gerne mit Ihnen teilen.

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Das gute alte Wohnzimmer

Wir können nur ahnen, dass der Rest Ihres Hauses mit vielen weiteren Annehmlichkeiten ausgestattet ist. Für heute endet unsere Tour im Wohnzimmer. Sie verraten uns, dass Sie das Wohnzimmer gern frei von jeder Technik haben. Vorerst. Nachrüsten lässt sich schließlich ganz einfach nach und nach. Wir stehen also inmitten Ihres Rückzugsortes. Hier steht eine gemütliche Couch, umrahmt von vollen Bücherregalen. Manchmal lesen Sie hier, bis Sie einschlafen. Eine kleine technische Ausnahme gestatten Sie daher: Im Dunkeln leitet Sie ein Lichterband, das in den Boden eingelassen ist, hin zum Bad sowie zum Schlafzimmer. Raffiniert!

Mit Ihnen als herzlicher Gastgeber benötigen wir kein Lichterband. Sie geleiten uns in den Flur und bringen uns zurück zur Wohnungstür. Während Sie uns noch ein paar Stücken Kuchen einwickeln und schließlich mit vollen Händen vor uns stehen, öffnet sich Ihre Tür automatisch und gibt den Weg nach draußen frei. Vorbei an den frisch gegossenen Tulpen huschen wir durch den gepflegten Garten und in den lauen Frühlingstag.

Careship-Tipp:

Für Personen mit Pflegegrad ist der Hausnotruf gratis, denn die Pflegeversicherung übernimmt die Kosten. Sollten einmal größere Umbauten nötig sein, unterstützt Sie die Versicherung zusätzlich mit bis zu 4.000 Euro je Maßnahme. Auch hierfür benötigen Sie einen anerkannten Pflegegrad. Wie Sie diesen beantragen, erfahren Sie in diesem Beitrag: Pflegegrad beantragen und Unterstützung sichern

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