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Ratgeber > Gewusst wie

Eine Haushaltshilfe über die Pflegeversicherung finanzieren

Junge Frau hilft bei der Hauswirtschaft

Die Pflege eines Menschen umfasst viele verschiedene Aspekte. Wer einen Angehörigen pflegt oder selbst schon einmal auf Pflege angewiesen war, weiß: Neben der direkten Pflege ist es vor allem das Drumherum, das Organisieren des Alltags, was einen Großteil der Zeit beansprucht. So fällt neben Unterstützungen bei der Körperhygiene, Ernährung und der medizinischen Versorgung auch die hauswirtschaftliche Versorgung des Pflegebedürftigen an. Welche Leistungen zur hauswirtschaftlichen Versorgung zählen und wie sich diese durch die Pflegeversicherung fördern lassen, erfahren Sie hier.

Was meint hauswirtschaftliche Versorgung?

Eine Haushaltshilfe entlastet den familiären Alltag, indem Sie die verschiedensten Aufgaben im Haushalt des Pflegebedürftigen oder im Haushalt der Pflegenden übernimmt. Angehörige gewinnen hierdurch wertvolle Zeit und Energie, um sich ganz dem Verwandten oder Freund zu widmen.

In der Pflegeversicherung werden die Leistungen einer Haushaltshilfe als „hauswirtschaftliche Versorgung“ oder „Hilfen bei der Haushaltsführung“ bezeichnet. Zur hauswirtschaftlichen Versorgung gehören die verschiedensten Aktivitäten. Im Grunde zählt all das zur hauswirtschaftlichen Versorgung, was das Zuhause zu einem ordentlichen, sauberen und funktionierenden sowie angenehmen Ort werden lässt. So kann eine Haushaltshilfe z. B. die folgenden Aufgaben übernehmen bzw. in folgenden Bereichen unterstützend tätig werden:

An wen richten sich die Dienste von Haushaltshilfen?

Die Unterstützung durch eine Haushaltshilfe bedeutet deutliche Entlastung. Das gilt nicht nur für die Person, der die Hilfe in erster Linie zukommt. Auch für die Angehörigen, die andernfalls die hauswirtschaftliche Versorgung der pflegebedürftigen Person sicherstellen müssten, werden hierdurch entlastet. So können Menschen trotz Hilfs- bzw. Pflegebedürftigkeit länger im eigenen Zuhause leben. Ein besonderer Vorteil für Personen mit Pflegegrad: Die Services können über die Pflegeversicherung finanziert werden.

Careship-Tipp

Wenn kein offizieller Pflegegrad vorliegt, lässt sich die hauswirtschaftliche Versorgung dennoch fördern. So können die anfallenden Kosten gemäß § 35a EStG ganz einfach zu Teilen steuerlich abgesetzt werden, indem diese als Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen geltend gemacht werden.

Wo lassen sich Haushaltshilfen finden?

Wer eine Haushaltshilfe sucht, kann vielerorts fündig werden. So ist z. B. der private Markt für Haushaltshilfen und insbesondere für häusliche Reinigungskräfte auf einem wahren Hoch und bietet Ihnen eine reiche Auswahl an Personal und Services. Die meisten Anbieter bieten hierbei eine direkte Abrechnung mit der Pflegekasse an, sodass Ihnen die anfallende Bürokratie erspart bleibt. Sie finden diese Anbieter unter Verwendung einschlägiger Suchbegriffe schnell und einfach im Internet. Ebenso bestehen etablierte Vermittlungs-Agenturen für selbständig tätige Haushaltshilfen. Das erleichtert die Suche einmal mehr, da Ihnen hier die Klärung versicherungstechnischer Angelegenheiten und die Vorauswahl geeigneter Personen abgenommen werden. Weitere Anlaufstellen auf der Suche nach Haushaltshilfen sind die großen Sozial- und Wohlfahrtsverbände. Ebenso die jeweils zuständigen Pflegeversicherer. All diese bieten Ihnen i. d. R. auf Anfrage Übersichten zu passenden Dienstleistern.

Bei Careship finden Sie individuell, flexibel buchbare Haushaltshilfen für Pflegebedürftige

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Worauf sollte bei der Auswahl einer Haushaltshilfe geachtet werden?

Beherzigen Sie bei der Auswahl des jeweiligen Dienstleisters u. a. die folgenden Aspekte:

  • Ist die Beschäftigung der Haushaltshilfe legal und angemeldet?
  • Falls die Haushaltshilfe über eine Agentur kommt: Wird sie angemessen vergütet?
  • Passen die zeitlichen Verfügbarkeiten zu Ihrem Zeitplan?
  • Ist die Haushaltshilfe während der Arbeit versichert?
  • Welchen Eindruck macht die Person auf sie? Erscheint sie zuverlässig und vertrauenswürdig?
  • Können Sie sich eine Haushaltshilfe leisten? / Besteht ein Pflegegrad 2-5, über den sich die Haushaltshilfe umfassend finanzieren lässt?

Falls Sie diese Entscheidungen stellvertretend für einen Angehörigen treffen, sind die Fragen natürlich entsprechend mit diesem zu besprechen.

Kosten und Finanzierung einer Haushaltshilfe

Je nachdem, über welche Agentur Sie Haushaltshilfe beziehen, wer die Services leistet und welches Dienstleistungspaket Sie nutzen, variiert der Preis deutlich. Hinsichtlich Ihrer Budgetplanung können Sie mit Stundensätzen von 9-50 Euro rechnen. Bei Careship werden Ihnen Haushaltshilfen zu 15-25 Euro die Stunde vermittelt. Diese können Sie als Privatzahler in Anspruch nehmen oder aber über die Pflegeversicherung finanzieren. Ganz konkret könnten Sie hierfür auf die Leistungen Pflegegeld und Verhinderungspflege zurückgreifen. Personen, die privat pflegeversichert sind und einen Pflegegrad haben, können die Careship-Services darüber hinaus auch über den monatlichen Entlastungsbetrag in Anspruch nehmen. Die nachfolgende Tabelle bietet Ihnen noch einmal eine klare Aufschlüsselung der Budgets, über die Sie je nach Pflegegrad (PG) verfügen können.

Pflegeversicherungs-Leistungen je Pflegegrad im Überblick

Careship-Tipp

Beachten Sie, dass es sich bei den in der Tabelle dargestellten Summen lediglich um die Leistungen handelt, die Ihnen bei Pflegebedürftigkeit im Sinne der Pflegeversicherung zustehen. Darüber hinaus können je nach Gegebenheit auch die Krankenkasse, die Unfallkasse oder die Sozialhilfeträger greifen und nötige Leistungen erbringen.

Vor- und Nachteile einer Haushaltshilfe

Vorteile

  • Vereinfacht das Wohnen im eigenen Zuhause
  • Verschiebt oder verhindert ggf. den Einzug in ein Pflegeheim
  • Mehr Zeit und Energie auf Seiten der Angehörigen
  • Lässt sich bei Vorliegen eines Pflegegrades über die Pflegeversicherung finanzieren
  • Die pflegebedürftige Person wird regelmäßig „besucht“ (Jemand schaut indirekt nach dem Rechten)
  • Agenturen vereinfachen die Auswahl des Personals und übernehmen die Bürokratie
  • Auf Wunsch kommt immer die gleiche Haushaltshilfe

Nachteile

  • Jemand Fremdes hat regelmäßig Zugang zur Wohnung
  • Eigene Strukturen und Gewohnheiten werden ggf. durcheinander gebracht
  • Es fallen Kosten an, die ggf. selbst getragen werden müssen
  • Es muss viel Vertrauen gegenüber einer unbekannten Person aufgebracht werden

Alternativen zur (professionellen) Haushaltshilfe

  • Hilfsbereite Angehörige und Freunde
  • Nachbarschaftshilfe
  • Angebote der Gemeinde
  • Einzug in das Betreute Wohnen
  • häusliche 24-Stunden-Pflege

Noch unentschlossen welche hauswirtschaftliche Versorgung am besten zu Ihnen passt?

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Fazit

Wer sich im Alltag etwas Unterstützung wünscht und kein Problem damit hat, sich von zunächst Fremden helfen zu lassen, wird sich über die Haushalthilfe sehr freuen. Hierbei kann es vorkommen, dass nicht direkt die ideale Person gefunden wird und die Chemie erst nach 1-3 Anläufen passt. Wer diese Geduld mitbringt und auch dazu bereit ist, sich zeitlich auf Kompromisse einzulassen, für den ist die Haushaltshilfe eine gute Option. Darüber hinaus sollte entweder ein entsprechendes privates Budget für die Services vorhanden sein oder ein Pflegegrad bestehen, über den die hauswirtschaftlichen Versorgungsleistungen bei der Pflegeversicherung abgerechnet werden können. Wenn all dies gegeben ist, ermöglicht die Beschäftigung einer Haushaltshilfe nicht nur einen leichteren Alltag, sondern u. U. auch einen längeren Verbleib in den eigenen vier Wänden. Die Angehörigen haben mehr Zeit, um Kraft zu tanken und die gewonnene Zeit und Energie kann dann wiederum besser genutzt werden. So z. B. für unbeschwerte Ausflüge und unterhaltsame Familienabende miteinander.

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