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Im Alter mit Hitze umgehen – Tipps für Seniorinnen und Senioren

Der Sommer ist eine wundervolle Jahreszeit, die mit Ungeduld von Jung und Alt gleichermaßen herbeigesehnt wird. Man kann in der Natur sein, muss sich nicht dick einpacken und Sonne macht einfach gute Laune. Doch gerade im Alter können zunehmende Temperaturen zu einer massiven Belastung werden und für Unwohlsein, Hitzeschläge und Kreislaufprobleme führen. Damit das nicht passiert und Sie den Sommer in all seinen Facetten ausgiebig genießen können, geben wir Ihnen ein paar Tipps, wie Sie sich und Ihren Kreislauf schützen können.

Der Sommer ist da und mit ihm steigen oft die Temperaturen in Bereiche, die besonders für ältere Menschen zu einer Gefahr werden können. Das Immunsystem spielt im Alter nicht mehr so mit, vielleicht nimmt man Medikamente mit möglichen Nebenwirkungen und obendrein vergisst man auch noch, ausreichend Wasser zu trinken. Wie Sie mit der Hitze umgehen können und worauf Sie bei heißen Temperaturen achten sollten, erfahren Sie hier.

Viel trinken

Das A und O für Seniorinnen und Senioren ist eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr. Dies ist in der heißen Jahreszeit nochmal wichtiger, da viele ältere Menschen Durst als Warnsignal des Körpers häufig nicht bewusst wahrnehmen. Ist der Zustand der Dehydrierung einmal erreicht, können sich Menschen nur schwer davon erholen. Die beste Maßnahme: am Tag ausreichend trinken. Wasser ist hier der beste Durstlöscher. Grundsätzlich sollte ein erwachsener Mensch zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.

Nicht selten kommt mit dem Alter die Vergesslichkeit. Daher ist es empfehlenswert, sich einen Trinkplan zu erstellen. 

Den Wetterbericht im Auge behalten

Achten Sie auf Hitzewarnungen im Radio, im Fernsehen, in der Zeitung und im Internet oder verfolgen Sie die Temperaturentwicklung per App. Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Nachbarinnen und Nachbarn über angekündigte Hitzewellen.

Der Deutsche Wetterdienst unterscheidet zwei Risikowarnstufen:

  • starke Hitzebelastung ab einer gefühlten Temperatur von 32 °C
  • extreme Wärmebelastung ab einer gefühlten Temperatur von 38 °C

Spätestens ab einer gefühlten Temperatur von 32 °C sollten Sie verstärkt auf Hitzeschutz achten und auch älteren Angehörigen gegenüber aufmerksam sein.

Physisch anstrengende Tätigkeiten vermeiden

Passen Sie Ihren Tagesablauf bei Hitze an. Körperliche Anstrengungen sollten während einer Hitzewelle möglichst vermieden werden. Lassen sich diese nicht umgehen, nutzen Sie dafür keinesfalls die heißeste Tageszeit zwischen 11 und 17 Uhr, sondern die kühleren Morgen- und späteren Abendstunden. Verlegen Sie auch Einkäufe, Erledigungen, soziale Aktivitäten und Arzttermine in diese Zeit. Sie haben Lust auf einen Spaziergang? Gehen Sie möglichst durch einen Park mit Bäumen, denn diese spenden Schatten und kühlen mit ihrer Verdunstungskälte die Luft. Auch eine Route am Wasser entlang ist empfehlenswert, da Sie auch hier in den Genuss der Verdunstungskälte kommen. Unsere Alltagshelfer:innen unterstützen Sie gerne bei Erledigungen und Einkäufen während der heißen Periode.

Auf die Kleidung achten

Schützen Sie sich mit der richtigen Kleidung vor Hitzebelastungen. Tragen Sie leichte, luftige und atmungsaktive Kleidung aus Viskose, leichter bzw. dünner Baumwolle, Leinen oder Seide. Achten Sie darauf, dass die Kleidung locker sitzt, damit die Luft zirkulieren kann. Lassen Sie alles Überflüssige weg. Wählen Sie lieber helle als dunkle Kleidung, denn sie reflektiert das Sonnenlicht.

Wenn Sie sich im Freien aufhalten, sollten Sie eine leichte Kopfbedeckung tragen, z. B. einen Hut mit breiter Krempe oder eine Kappe mit Schirm und Nackenschutz. Schützen Sie außerdem Ihre Augen mit einer Sonnenbrille und cremen Sie sich mit Sonnencreme ein. 

Wohnräume kühl halten

Kontrollieren Sie während einer Hitzewelle die Raumtemperatur. Sie sollte tagsüber unter 32 °C und nachts unter 24°C liegen. Übersteigt sie diese Werte, müssen Sie reagieren: Benutzen Sie möglichst wenige elektrische Geräte und schalten Sie diese bei Nichtbenutzung aus, damit keine unnötige Wärme abgeben wird. Sie können außerdem feuchte Tücher aufhängen oder Gefäße mit kaltem Wasser aufstellen. Die Verdunstung des Wassers kühlt die Raumluft. Das funktioniert aber nur, wenn es nicht zu schwül im Raum ist. Steigt die Luftfeuchtigkeit stark an, müssen Sie stoßlüften. Lüften Sie nur, wenn es draußen kühler ist als in Ihrer Wohnung. Ist die Temperatur im Freien erstmal höher als in Ihrer Wohnung, hat Lüften keinen Zweck. Verschieben Sie es in die Nacht oder in die kühleren Morgenstunden. Öffnen Sie dann möglichst alle Fenster in der Wohnung gleichzeitig, denn durch diese Querlüftung gelangt die frische Luft besonders schnell in alle Räume.

Schaffen Sie Schattenplätze auf Balkon und Terrasse. Nutzen Sie z. B. Markisen oder Sonnensegel bzw. -schirme, um sich einen schattigen Platz einzurichten.

Setzen Sie einen Ventilator ein. Bei Hitze bringt jede Luftbewegung Erleichterung. Sie können diese auch künstlich mit einem Ventilator erzeugen. Die über Ihre Haut streichende Luft kühlt und trocknet ggf. den Schweiß auf Ihrer Haut. Die dabei entstehende Verdunstungskälte wirkt zusätzlich kühlend. Nachts hilft der Ventilator dabei, die kühlere Nachtluft im Raum zu verteilen.

Achten Sie darauf, das Gerät nicht direkt auf eine Person auszurichten, sondern in einiger Entfernung aufzustellen. Manche Menschen reagieren empfindlich auf Zugluft. Außerdem verbraucht ein Ventilator Energie und erzeugt dadurch selbst Wärme.

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Schlafen bei Hitze

Halten Sie das Schlafzimmer so kühl wie möglich. Gelingt Ihnen das nicht, richten Sie sich einen Schlafplatz im kühlsten Raum der Wohnung ein – zumindest während einer Hitzewelle.

Halten Sie Bett und Bettzeug kühl. Benutzen Sie leichte Bettwäsche oder tauschen Sie Ihre Bettdecke gleich gegen ein leichtes Leinentuch aus. Sie können auch unter einem leeren Bettbezug oder einem Laken aus Baumwolle schlafen. Die Matratze sollte nach Möglichkeit atmungsaktiv sein. Ist Ihnen trotzdem zu warm, nehmen Sie eine Wärmflasche mit kaltem Wasser mit ins Bett.

Tragen Sie leichte Nachtwäsche. Bei hohen Temperaturen empfiehlt sich leichte Nachtwäsche aus luftigen und atmungsaktiven Stoffen wie Baumwolle, Seide oder anderen Naturfasern. Auf synthetische Nachtwäsche sollten Sie verzichten, da sie zusätzlich schweißtreibend wirkt.

Regelmäßige Hausarztbesuche

Sollten Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, die Nebenwirkungen wie Schwindel und Schwächegefühle zur Folge haben können, konsultieren Sie regelmäßig Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt. Bei jedem Gesundheitscheck kontrolliert der Arzt im Wesentlichen:

  • den Blutdruck,
  • die Herz- und Lungenfunktion und
  • die Cholesterinwerte

Sie kennen Ihren Körper und Ihren Gesundheitszustand am Besten. Daher wissen Sie auch, wie gut Sie mit Hitze umgehen können. Auch unsere Alltagshelfer:innen unterstützen Sie gerne in Ihrem Alltag und helfen Ihnen dabei, sich nicht zu überfordern. Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers und geben Sie Ihm ausreichend, Wasser, Ruhe, Sonnenschutz und Schatten. Dann steht dem Sommergenuss nichts mehr im Wege.

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